Reifegrad

Wers noch nicht wusste: Bananen kommen grün in Deutschland an und werden dann in Reifekammern im Logistik-Zentrum künstlich gereift, bevor sie in die LKW Richtung Supermarkt kommen. So war das auch bei Schwabfrucht in Buseck, einem größeren Obst- und Gemüse-Großhändler. Da habe ich eine Weile zu Volvo-740-GL-Zeiten (also vor dem Baum-Unfall 2001, Netzlog-Eintrag) in der Kommissionierung gearbeitet. Da kommen die Paletten mit Kisten in voller Höhe an und müssen umgepackt werden, je nach Bestellung der Supermärkte. Dann werden die Paletten mit der Ameise in die LKW gefahren und gehen los Richtung Verkauf an die Verbraucher.

Um die Reife etwas besser einschätzen zu können und wahrscheinlich auch um die Reifekammer einzustellen gibt es diese Tafel. Habe ich im Internet nach gesucht und zufälligerweise genau auf der Schwabfrucht-Seite gefunden. Da gibts auch weitere Infos, wie die ganze Lieferkette funktioniert.

DanCopter

Die Dänen sind immer wieder für einen Dan im Namen gut. DanCopter fliegt vor allem Leute zu Plattformen im Meer.

Marzahn & Friedrichshain

Blaue Kugel [Nachtrag]

Erst dachte ich, dass die Kugel hier früher einmal ein Planet Hollywood gewesen sein muss. Sie steht in der Nähe des Europacenter am Kudamm. So ganz klar ist das aber nicht. Der Structurae-Artikel ist zur Nutzung auch nicht wirklich komplett.

Von oben sieht die Kuppel (folgendes Foto) eigentlich gar nicht so anders aus, als die Kuppel vom ehemaligen 360-Grad-Imax am Potsdamer Platz (siehe Foto im Netzlog-Eintrag).

NACHTRAG: Nach weiterem Herumsurfen zeigt sich, dass die mysteriöse blaue Kugel wohl zuerst kurz tatsächlich ein 360-Grad-Kino (“Panorama Berlin”, kein Imax) war, dann für eine Weile eine Diskothek und zuletzt für viele Jahre das Studio (“Globe City Studio”) für die Sendung “Sabine Christiansen”. Das Logo hat wohl genau diese Kugel mit drin.

O2 World

Wenn man am WE schonmal in Berlin ist, muss auch was besichtigt werden. Vorhin also die O2 World. Ist eine sehr flexible Halle, in der Konzerte, Eishockey, Basketball oder auch Motocross veranstaltet werden. Im Winter ist es so, dass auf dem Beton-Boden die Eisschicht für Hockey liegt. Alle anderen Veranstaltungen finden dann darüber statt. Es wird also ein Boden drauf gelegt. Im mittleren Bild sieht man die Umrisse des Eisfeldes, aktuell ist kein Eis da.

Hufeisensiedlung

Bei der kleinen Tour habe ich der Hufeisensiedlung (Wiki) in Berlin-Britz auch einen kurzen Besuch abgestattet. Viel gibts aus der Frosch-Perspektive nicht besonders viel zu sehen. Von oben erkennt man mehr, als wenn man davor steht. Vor 2 Jahren ist das Ding ins UNESCO Welterbe aufgenommen worden.

US-Tempelhof

Vorhin bin mit meinem 50er mal zur Nordseite des ex-Tempelhof-Flugfelds gefahren. Einige Schilder kann man auch mehr als 15 Jahre nach dem Abzug der US-Armee noch sehen. Das ist bei den Abzügen in den letzten paar Jahren viel penibler gewesen, da wird alles abmontiert oder zur Not übersprüht, damit nichts mehr zu sehen ist. Alle folgenden Fotos sind von der Kamera vom iPhone 3G, daher die mittelmäßige Qualität.

Und wo ich gerade dabei bin: im früheren Officer’s Club ist heute das Silver Wings, in der einen Sporthalle die C-Halle (Columbiahalle) und im Kino (Columbia Theatre) der C-Club (Columbiaclub).

Wait until door opens

Detachment

Static ground connection

Softball Field 2

Trash point 31

US Army Aviation (auf den Toren)

164 Feet Field Elevation (ganz hinten in der Mitte, ziemlich klein)

No open flames or smoking permitted beyond this point (an der ehem. Tankstelle)

Business-Nippel

Der Business-Nippel ist ein Zeigegerät bei Notebooks in der Tastatur. Offiziell heißt er Trackpoint oder Trackstick. Den gibts doch nur noch, weil einerseits die “Business-Kasper” (Bully bei Youtube) nicht unbedingt immer die Trends setzen, öfters mal an der falschen Stelle sparen und daher oft schrottige Notebooks haben, die keine so tollen Trackpads besitzen, wie die MacBooks.

Internet und Politik

Dass das Internet ein riesen Phänomen ist, dass die Leben (positiv wie negativ) von vielen Leuten bestimmt, hat sich mittlerweile herumgesprochen, sollte man meinen. Trotzdem hatte vergangenes Jahr die Koalition entschieden, es mit dem Internet und dessen Bewohner aufzunehmen. Bisher hatten die sich nie zu Wort gemeldet.

Zitate. Pädophile, Wiefelspütz

Ursula Gertrud von der Leyen (CDU), damals Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:

„Wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen, wen kenne ich, der Sperren im Internet aktiv umgehen kann. Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internetnutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigen Geschäft. ”

Dr. Dieter Wiefelspütz (SPD), MdB und innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:

…, was soll denn ein “Computer” sein, was soll “Internet” sein? Ich habe diese Begriffe noch nie gehört oder gelesen. Ich stamme nämlich aus dem vergangenen Jahrtausend. DNS, TLD, GAGA, GOGO, TRALAFITTI oder was?

“Huch, die Internet-Gemeinde muckt auf und es sind gar nicht mal Wenige” müssen sich wohl die großen Parteien (CDU Spiegel online, SPD Spiegel online) schon vor und ganz besonders nach der Wahl gedacht haben. Nachdem sie eifrig Politik für die Rentner gemacht haben, wurde auch noch direkt die Internet-Sperre beschlossen, die der letzte Bundespräsident dann unterzeichnet hat.

Aber der Schuss ging nach hinten los. Bisher hatte niemand in den taktischen Überlegungen die Einwohner des Interwebs auf dem Plan gehabt. So war die Sperre ursprünglich mit Zensursula als Galionsfigur zur Begeisterung der Digital Immigrants (manchmal auch: Internetausdrucker) gedacht, die völlig gefühllos zum Internet sind, weil sie noch gut die Zeiten von Schreibmaschine und Telefon mit Wählscheibe kennen.

Was nun nicht geplant war ist, dass dieses im Vergleich zu den Rentnern extrem inhomogene Volkchen formiert. Das ist auf zwei Ebenen passiert. Einmal ist ein großer Aufruhr durch verschiedene Medien und Blogs gegangen. Und dann hat eine Teilmenge dieser Leute, denen das Internet vermutlich im Leben so wichtig ist, wie sonst nichts, wo die Politik mitbestimmt. Und die haben sich in der Piratenpartei zusammengeschlossen oder gewählt.

Die Piratenpartei hat in Deutschland auf Anhieb 2 % der Stimmen bei der Bundestagswahl kassiert, das waren 850.000 Wähler. Soetwas hat es Jahrzente lang nicht gegeben. In meinem Wahlkreis 84 (Berlin-Friedrichshain – Kreuzberg – Prenzlauer Berg Ost) hat die Piratenpartei sogar 6% der Stimmen gehabt.

Jetzt machen die großen Parteien also ein 180-Grad-Wende und wollen zumindest etwas den Internet-Nutzern entgegen kommen. Man will bestimmt vermeiden, dass nach einer der der nächsten Wahlen noch eine 6te Partei im Bundestag sitzt. Die Frage ist, inwieweit sich das überhaupt in Parteiprogrammen kombinieren lässt, so sind doch die Forderungen der Orangen teils komplett gegensätzlich zu dem, was sonst so gefordert wird bei diesen speziellen Themen.

Hier nochmal das Standard-Beispiel zu den Internet-”Zensuren”: man kontrolliert ja auch nicht auf der Straße jedes Auto oder jedes Paket bei der Post, weil ja etwas verbotenes drin sein könnte. Das darf immer nur auf einen Verdacht hin passieren. Und das müssen die Alten ein für alle mal verstehen. “Dieses Internet” geht nämlich nicht mehr weg und dieser Fakt bleibt.

Ich glaube jedenfalls einzelnen wenigen Leuten, die den oben zitierten Sche*ß erzählt haben kein Wort mehr.

Ein ähnliches Thema ist übrigens auch Paintball. Da wurde letztes Jahr im Zuge eines geplanten Verbots des Sports auch ein ziemlicher Aufruhr losgetreten (Tagesspiegel). Es ging sogar soweit, dass Abgeordnete sagten (Bild), dass durch EMails und Briefe ihre Büros lahmgelegt würden. Eine DoS-Attacke aufs Abgeordneten-Büro, wenn man so will.

Beiden Fällen gemeinsam ist, dass da Leute irgendwas verbieten wollten, von dem sie nichts verstehen. Vielleicht sollte man nächstes Mal vor dem Verbieten versuchen zu verstehen, dann kann man sich den Hick-Hack nämlich sparen.

Myware

Habe letztens ein neues Wort gelernt: Myware. Normalerweise hat ein Nutzer kein Interesse daran, dass eine Firma über ihn Informationen (z.B. Historie der betrachteten Seiten oder Videos, gekaufte Musik etc.) sammelt, die der Firma gehören und ihm selber nichts bringen. Wenn aber die Firma dem Nutzer irgendeine Funktion damit anbietet, hat der Nutzer plötzlich ein Interesse daran, dass “seine” Daten, die faktisch der Firma gehören, richtig sind. Denn sonst bekommt er falsche Vorschläge (Amazon, iTunes Store und auch Genius, last.fm) usw. Und dann hat man Myware.

Das hat ein paar Elemente, wie die Bonus-Karten. Dort bekommt der Nutzer allerdings ein paar Punkte, für die er sich dann irgendwann Prämien aussuchen kann. Soherum hat der Nutzer ein Interesse daran, dass immer schön viele Daten in die Lager der Firma wandern.

Werbung geht vor Sicherheit

Web.de ist sowas von unverschämt. Eigentlich 1&1 generell. Da bekommt man bekloppte Werbe-Popups serviert, wenn man sich zu ihren schlimmen Angeboten informieren will. Da ist es dann sogar teilweise bei Webmail so gewesen, dass man mit der Maus in das Feld für die EMail-Adresse (Login) klickt. Das trägt man ein. Nun geht man per Tabulator auf der Tastatur weiter ins Passwort-Feld und fängt an zu tippen. Vermutlich genau durch diesen Tab löst 1&1 ein Popup aus, das zunächst im Vordergrund ist, dann in den Hintergrund geht und den Cursor zurück ins Login-Feld schickt, wo man dann im Klartext den Rest seines Passworts schreibt. Völlig indiskutabel solch ein Verhalten!

Was ich bei web.de konkret unverschämt fand ist, dass ich auf der normalen Seite (uneingeloggt) gar nicht finden konnte, wieviel der “Club” kostet. Selbst eingeloggt steht nur im Kleingedruckten (!), dass das dann €5 im Monat bei 12-monatiger Laufzeit kostet. Mit solch einer Firma komme ich als Kunde bestimmt nicht ins Geschäft.

HostEurope ist genau das Gegenteil, unglaublich gut, günstig und freundlich, sowohl von der Web-Seite als auch vom mehrfach genutzten Kundendienst.

Deutsch-Libanesische Deutschland-Fans

In der Sonnenallee 36 in Berlin-Neukölln hängt diese über 20 Meter hohe deutsche Flagge. Das Ding ist z.B. aus der Zeit online oder Spiegel online bekannt. Mehrmals wurde sie bereits abgerissen und zerstört und jeweils wieder eine Neue aufgehängt. Die Ecke ist wie ein ziemlich großer Bazar, hier wohnen viele Einwanderer aus allen möglichen Ländern.

Außerdem hängt das Ding richtig herum, schwarz gehört links und nicht rechts. Auf dem Foto ist sie direkt nach dem Spiel Deutschland gegen Argentinien zu sehen, als noch Autokorso unten in der Straße war.

Tempelhof in tot

Was war das noch genial, die Tour per Mitfluggelegenheit von Bienenfarm nach Tempelhof vor 2 Jahren (Netzlog-Eintrag). In der Zwischenzeit ist der Flughafen dicht gemacht worden und außer einer kleinen Notlandung vor wenigen Tagen auch nicht mehr mit Fluggerät genutzt worden.

Jetzt ist das Flugfeld ein Park und die Bahnen sind aus-ge-X-t. Das wird gemacht, damit man aus der Luft sehen kann, dass die Bahn nicht mehr in Betrieb ist. Im Foto ist eine ge-X-te 09L zu erkennen. In der anderen Richtung heißt dieselbe Bahn 27R. Das ist die, von der wir beim Rundflug wieder gestartet sind.

Wegen der Zwischenlandung sind nun Rundflug-Verbote über Berlin im Gespräch. Man muss doch nicht immer gleich alles verbieten. Wenn sich mal ein Fahrrad-Fahrer von alleine auf die Nase legt und den Arm bricht, will doch auch nicht jeder gleich das Fahrrad-Fahren verbieten. Das sieht hier schonwieder so aus: was man nicht kennt, macht einem Angst und will man lieber verbieten, als es verstehen.

Gasometer

Dieses WE war wieder einiges Programm los. Am Samstag noch vor dem Deutschland-Spiel wars der Rundgang auf dem Gasometer (Webseite), zu dem es letztens auf einer der Coupon-Seiten ein Angebot gab. Der normale Preis ist doch nicht ganz ohne.

So wie ich das verstanden habe, waren dort noch einige große Bauteile enthalten, die sich heben und senken konnten, um das Gas aufzunehmen. Das ist wohl direkt nebenan aus Kohle gewonnen worden und dann in dem Behälter zwischengelagert worden. Als dann Erdgas aus Pipelines gekommen ist, war das Gebilde nicht mehr nötig.

Nun kann man bei Touren mitmachen. Es geht im luftigen Treppenhaus (siehe oberes Bild) hoch bis auf den obersten Ring (siehe unteres Bild) auf knapp 80m. Dann läuft man eine Runde und kann sich einmal die flache Stadt Berlin anschauen. Man läuft auf solchen Gitter-Platten und hat auf beiden Seiten ein Geländer. Danach gehts wieder runter.

Weil ich vergessen habe, von entfernt ein Foto zu machen, kann man sich das bei Wikipedia ansehen.

BBI

Über Berlin meckere ich ja gerne. Hier mal wieder was zum neuen Flughafen BBI.

Habe mir mal die Pläne angesehen. Das Ding ist mal eine komische Konstruktion, da man beim Anschauen des Plans erwartet, dass weitere als die bereits vorgesehenen Erweiterungen trotz genügend vorhandenem Platz sehr schlecht möglich sind. Dann wären nämlich Straße und Bahnhof sehr weit weg von weiteren Terminals. Und das bei einem Neubau auf der grünen Wiese! Das Ding wird außerdem möglicherweise schon an der Kapazitätsgrenze der ersten Ausbaustufe (40% Passagier-Wachstum von 2004 bis 2008 in Berlin) sein, bevor es überhaupt eröffnet ist. Ich bin zwar kein professioneller Flughafen-Planer, habe aber ein halbes Jahr auf dem Frankfurter Flughafen gearbeitet und so ziemlich alles besichtigt und gesehen, was nur irgend geht. Ich war in der Abteilung, die auch das Management und die Planung von anderen Flughäfen gemacht haben. Vielleicht hätte man die mal etwas mit einbinden können, die habens nämlich richtig drauf. Außerdem habe ich Manches von den dortigen Problemen, besonders Erweiterung und Platzmangel in Frankfurt, mitbekommen. Und in Berlin macht man sich künstlich wieder die Probleme (Platzmangel), die man in Frankfurt teuer bezahlen muss.

Die Berliner haben einfach ein Problem damit eine Metropole zu sein. Überall werden Dorf-Methoden genutzt, um Metropolen-Probleme zu lösen. Mal wieder ein schön bildlicher Vergleich: man versucht hier mit dem Hand-Rasenmäher einen Fußballplatz zu schneiden. Ein Vergleich mit Paris (wo ich mehrfach war) ist kaum möglich! Berlin sollte in meinen Augen das deutsche Gegenstück zu London oder Paris sein.

Bei Straßen ists genau gleich, dazu habe ich ja bereits geschrieben (Netzlog-Eintrag). Unter den Linden ist dann auch als nächstes dran, um auf Kleinstadt-Format gebracht zu werden.

Supply Cloud

Dieser Tage ist Amazon mal wieder in den Medien, weil sie nun auch Supermarkt-Produkte anbieten. Was in den Wirtschaftszeitungen am heutigen Freitag durchgekommen ist, dass sie auf einmal in Konkurrenz zu den Supermärkten stehen. Dasist natürlich richtig, aber beeindruckt mich nicht besonders.

Viel mehr hat mich vor einigen Monaten umgehauen, als ich von “Amazon Fulfillment” gehört habe. Die bieten ihr gesamtes Logistik-Rückgrat an, damit es von anderen Läden genutzt werden kann. Bisher kenne ich das unter dem Begriff “Supply Chain”. Allerdings ist hier Amazon soviel weiter als alle anderen, die sind auf einem ganz neuen Niveau, das ich hier und jetzt mit einem neuen Begriff betitele: “Supply Cloud”. (Nicht vergessen, dass es hier zuerst stand, wenn mans dann irgendwann mal woanders liest!)

Die Supply Chain ist wohl oft etwas relativ statisches, hervorgegangen vielleicht aus dem Denken in Prozessen statt in Abteilungen oder Schichten (horizontal statt vertikal). Bei Amazon ist das aber nichts Statisches, sondern das ist ein waberndes Etwas, genau wie die Compute Clouds. Letztere sind Rechenzentren, wo man völlig variabel und schnell virtuelle Rechner mieten kann, die sich teilweise in dieser Cloud im laufenden Betrieb von einem Host auf den nächsten wandern und dort weiter ausgeführt werden.

Die Supply Cloud von Amazon ist ähnlich. Man gibt Produkte irgendwo in das System und die verteilen sich auf verschiedene Läger, so dass sie nah bei den kaufenden Kunden sind und somit schneller ankommen. Theoretisch ist es da sogar möglich, dass sich die Produkte laufend ausgleichen, damit dort die Ware liegt, wo sie auch verkauft wird. Ganz besonders häufig verkaufte Produkte könnten ganz nah an die Kunden wandern, bevor diese sie überhaupt bestellt haben. Das wäre sozusagen ein Caching. Und genau das hier kann man mit Amazon Fulfillment auch nutzen. Man muss nur noch die Ware irgendwo ins System liefern und die kümmern sich um die Verteilung, Versand und Rücknahmen. Und genau das können sie konkurrenzlos gut, einmal weil bei der Firma die Computertechnik so unglaublich fortgeschritten ist und weil sie so riesig sind, dass andere Anbieter kaum solche Skaleneffekte erzielen können.

So wärs denkbar, dass Internet-Händler, die bisher alles machen, überhaupt keine Ware mehr in die Hand nehmen und das in die Supply Cloud auslagern. Die würden sich dann vor allem auf Einkauf/Sortiment, Marketing und Image kümmern. Genauso macht das übrigens auch der Internet-Schuhversand Zalando. Die sind zwar nicht bei Amazon, lassen aber ihre komplette Logistik von einem Dienstleister abwickeln. Bei diesem unglaublichen Wachstum würden sie das niemals selbst gestemmt bekommen, so schnell kann keine Firma die Lagerflächen hochziehen, wie die sie brauchen.

Wenn man bei Otto was bestellt, dann kommt höchstwahrscheinlich die komplette Bestellung aus dem Lager in Hamburg. Als ich eine einzelne Bestellung bei Amazon in den USA losgeschickt habe und mir zu meinem alten Mitbewohner nach LA habe liefern lassen, sind die Produkte aus 4 verschiedenen Lägern zu einem Portopreis gekommen. Das ist wie eine Internetseite, ohne dass mans merkt, werden Inhalte von massenhaft Servern geladen, je nachdem wie man es am besten organisiert. Das ist wahnsinnig mächtig und viel flexibler als ein starrer Ablauf.

Es gibt ein weiteres Ding, was man in den Zeitungen nicht liest, vielleicht weil bei den Redakteuren die Internet-Sachkenntnis fehlt. Und zwar gehts um den sog. “Long Tail” (Wiki de). Da gehts darum, dass bei solch einem riesigen Markt den ein Internethändler hat, plötzlich auch Dinge in viel geringeren Stückzahlen angeboten und gewinnbringend verkauft werden können. Hier ein Beispiel: der lokale Supermarkt versorgt nur die Einwohner in der direkten Umgebung. Eine Spirituose, die nur alle 2 Jahre einmal verkauft wird, wird nicht im Regal stehen. Übers Internet lohnt es sich auf einmal auch ganz ungewöhnliche Flaschen ins Programm aufzunehmen, weil über das oder die Länder verteilt doch der eine oder andere Kunde sitzt. Der Internet-Vertrieb schafft also Vielfalt. Und so ist es auch bei den Amazon-Lebensmitteln, keiner kann mehr Produkte bringen, wie auch?

Und dann kommt man wieder zu dem Punkt, den auch die Zeitungen schon mitbekommen haben, dass nun verschiedene klassische Vertriebe unter Druck kommen werden oder gleich ganz platt gemacht werden.

ONN: Dan’s Club

ONN (Onion News Network) ist eine Parodie auf CNN. Die haben kürzlich in einer Folge den Laden “Dan’s Club” gezeigt. Normalerweise ist das “Sam’s Club”. Da kauft eine Familie tonnenweise Fleisch für zuhause, was die Gesundheitsbehörde dann beschlagnahmt.

Life of Illusion

Dieses Lied hier (als Cover-Version gespielt von den Foo Fighters) höre ich in den letzten Tagen ziemlich oft/tot:

Sometimes I can’t help feeling that I’m
Living a life of illusion
And oh, why can’t we let it be
And see through the hole in this wall of confusion
I just can’t help the feeling I’m
Living a life of illusion

Pow, right between the eyes
Oh, how nature loves her little surprises
Wow, it all seems so logical now
It’s just one of her better disguises
And it comes with no warning
Nature loves her little surprises
Continual crisis

Hey, don’t you know it’s a waste of your day
Caught up in endless solutions
That have no meaning, just another hunch
Based upon jumping conclusions
Endless solutions
Backed up against a wall of confusion
Living a life of illusion
Living a life of illusion
Living a life of illusion

Problem gelöst

Ich hatte bereits Anfang April einen Mini-Eintrag geschrieben, dass man im Trailer 2 vom Film A-Team kurzzeitig die Skyline von Frankfurt sehen kann, obwohl die Szenen offensichtlich in den USA spielen.

Nun habe ich auf der Rückseite des Sony Center das Filmplakat gesehen und da ist tatsächlich das Frankfurter Commerzbank-Hochhaus drauf!

Das oben ist ja abfotografiert, das Plakat gibt’s auch nochmal als digitales Original.

Tanke im Supermarkt

Das hier scheint mir ein neues Konzept zu sein, hab ich schon mehrmals gesehen: die Tankstelle ohne Zapfsäulen im Supermarkt. Das ist eine Theke, an der es Zigaretten, Schnaps, Zeitschriften, kalte Getränke, Schokoriegel und Eis gibt. Das ist ja genau das, was man auch in Tankstellen kaufen kann. Der Vorteil ist hier, man zahl Supermarkt- und nicht Tankstellen-Preise. Ist eigentlich ganz bequem, dann muss man nicht mehr für die kalte 0,5L durch den ganzen Markt, sondern kann direkt am Eingang sein Geld gegen Zuckerwasser tauschen.

In dem Foto gibt’s übrigens noch mehr zu sehen. Ist mir erst jetzt, nicht schon dort aufgefallen. Das Bild ist natürlich wieder klickbar.

Potsdamer Platz

Eben war ich am Potsdamer Platz (bzw. die Alte Potsdamer Str. und Quergässchen, die man normalerweise auch damit meint) und jetzt bin ich mal in der Stimmung zu meckern. Von der Architektur und den Möglichkeiten ist wirklich viel geboten. Allerdings wird es ganz falsch präsentiert. Es gibt dort überhaupt keinen Mittelpunkt. Das wäre ein Mittelpunkt, an dem stehen kann und fast alles sehen kann, was es gibt. Stattdessen ist alles an kleinen Gässchen verteilt, man weiß nicht wo es anfängt und aufhört und es gibt keinen Rundweg, den man nehmen kann um alles zu sehen.

Ganz extrem ist der Haupteingang vom Cinemaxx, das Gässchen ist kaum breit genug, um mit Abstand die Filmplakate zu betrachten. Auch die Spielbank kann mangels Raum überhaupt nicht wirken. Alles sieht aus wie der kleine Seiteneingang von irgendwas. Zum Vergleich: Beim Brandenburger Tor und dem davorliegenden Platz ist das ganz anders. Wenn man in der Mitte steht, weiß man das. Man sieht alles und es gibt keine Rätsel, wo was ist.

Man hätte sich bei der Anordnung lieber nicht an einer Altstadt (z.B. der Marburger) orientieren sollen, sondern lieber am Times Square. Am Potsdamer Platz gibt es auch überall Wohnungen. Es ist sicherlich ganz witzig da zu wohnen und Stadtplaner mögen es bestimmt, wenn es vermischt ist, um Wege zu reduzieren. Das hat aber auch ziemliche Nachteile, die man an einem solchen zentralen Ort eigentlich nicht haben dürfte. Es kann keine Veranstaltungen unter freiem Himmel geben, die abends länger dauern. Keine Feste, keine Musik/DJ, usw, das würde nämlich die Anwohner stören. Ein solcher Platz wäre aber einfach ideal, um auch mal sowas wie Sound of Frankfurt zu machen oder irgendwas mit Bierpilzen. Geht aber alles nicht, weil kein Platz ist und es Anwohner gibt. Diese Chance ist vertan. Das ist der große Nachteil an Hardware im Vergleich zu Software. Es lässt sich nicht mal eben ohne großen Aufwand die Anordnung verändern.

Das Bild kann man noch genauer unter die Lupe nehmen.

iFly Union City

Das hier ist mein zweiter Flugtag (mit je 5 Minuten im Tunnel) im iFly in Union City in der San Francisco Bay Area am 13.05.2010. 5 Min sind wohl in etwa soviel Fallzeit, wie man an einem ganzen Tag Fallschirm-Springen hat. Die 5 Minuten sind aufgeteilt in 1, 2, 2 Minuten im Tunnel. Es sind immer mehrere Leute die sich nacheinander abwechseln.

Die erste Minute sieht noch ein bisschen chaotisch aus und der Trainer muss oft eingreifen.

Im zweiten Video (letzte 2 Min von Tag 2) klappt es wie man sieht schon ganz gut. Drehen, hoch/runter und vor/zurück ist hier relativ kontrolliert möglich. Auch das Aussteigen hat schon hin.

Untergrund orange

Preisfrage: wo ist das? (Wem ich das schon gesagt habe, das zählt nicht.)

Da spielt auch eine aktuelle Kampagne von McDonald’s, die auch viel Banner-Werbung damit geschaltet haben.

Ohr-Sofa

Über den Ohr-Schnuller (Netzlog-Eintrag) hatte ich bereits geschrieben. Hier gehts nun um das Ohr-Sofa.

Wenn man (so wie ich) kein Auto hat, muss man ja Geld für irgendwas anderes sinnvolles ausgeben. Und dazu gehört ganz klar Technik. Und das kann ich auch sehr weiter empfehlen. Auf meiner letzten USA-Fahrt habe ich mir diesen Kopfhörer mitgebracht: Sony MDR-XB700. Den habe ich letztes Jahr auf der IFA mal aufgehabt und fand ihn genial. Der ist riesig, die super-flauschigen Polster sind nur minimal kleiner als der Durchmesser einer CD. Ich kenne nichts Vergleichbares. Wer mal bei mir oder dem Sony Style Store in der Nähe ist, sollte ihn mal anprobieren.

Sony Center

Es ist und bleibt einfach so: das Dach vom Sony Center sieht immer noch genial aus.

eBay-Lästigkeiten

In der letzten Zeit habe ich mehrere Sachen bei eBay verkauft und ich muss sagen, dass mir diese Seite von der Bedienung sehr auf die Nerven geht. Die Nutzung von Kontakt, Preis-Informationen, Rechnung ist teils grauenhaft. Wenn nicht das deutsche Recht vorschreiben würde, dass es ein Impressum mit Kontakt-Möglichkeiten geben muss, wäre ich wahrscheinlich gar nicht dazu gekommen, zu schreiben. So konnte ich den Impressum-Kontakt fragen, wo ich mich beschweren kann. Einfach antworten war die Antwort.

Leider ist die Auswahl an alternativen Online-Auktionshäusern doch ziemlich klein (ziemlich genau 0) und so bleibt einem nichts anderes übrig, als die Seite trotzdem zu nutzen. Das hier ist meine Nachricht an eBay:

Sehr geehrte Frau _,

hier einige Punkte, die die Nutzung der Seite teilweise erheblich erschweren.

Über “eBay kontaktieren” wird man in ein Hilfesystem geleitet, das bei meiner Suche “Beschwerde” keine sinnvollen Ergebnisse anzeigt, mir aber auch nicht die Möglichkeit gibt, eine EMail zu schreiben.

Monatlich kommt eine EMail, die den Gesamtbetrag der Rechnung aufführt. Um die Rechnung selber (inkl. der einzelnen Posten) zu sehen, muss man eine komplizierte (in der EMail aufgeführte) Anleitung ablaufen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es technisch unmöglich ist, einen direkten Link zur Online-Rechnung (oder gar ein PDF) anzuhängen. Vielmehr glaube ich, dass (genau wie bei PayPal auch) die Anzeige der Kosten möglichst undurchsichtig gemacht wird.

Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum auf der Webseite kein Download der Rechnung als PDF angeboten wird. Die HTML-Rechnung ist für den Druck nicht sonderlich gut geeignet. Auf dem von mir verwendeten Mac OS X 10.5 in Safari werden in der HTML-Rechnung die Umlaute und Sonderzeichen nicht korrekt angezeigt. Dafür sehe ich allerhand Hieroglyphen. Das CSV ist für Otto-Normal-Nutzer nicht verwendbar. Somit habe ich keine Möglichkeit eine normale Rechnung lokal abzulegen. Sowas kann doch eigentlich nicht sein.

Die Höhe der Verkaufsprovisionen (eine sehr relevante Information) zu finden, ist relativ kompliziert. Ich konnte sie nur mit vielen Klicks innerhalb der umfangreichen Hilfe finden. Ungeübtere Nutzer werden oft bestimmt gar nichts finden. Ob das Absicht ist?

Bei der Kontrolle mehrerer Rechnungen ist mir aufgefallen, dass es dort mehrfach leichte Fehler gibt. Die Summe der offiziellen berechneten Posten (brutto) entspricht nicht der Gesamtsumme. In der Preisübersicht werden für Privatpersonen brutto-Preise angezeigt, aber später vermutlich die netto-Preise summiert und erst danach die Mwst addiert. So ist das doch in Deutschland (im Unterschied zu den USA) nicht üblich. Oder ist das in Luxemburg gängig und passiert damit auch für Deutschland?

Beste Grüße

Nun noch die Erklärung, wie das mit PayPal ist. Wenn man bei eBay etwas verkauft, wird auf der Verkaufsseite schön der Verkaufspreis angezeigt. Von dem habe ich allerdings nicht alles, weil ja noch Gebühren abgehen. Ein Netto nach Gebühren wäre doch auch interessant. Dann lässt man sich per PayPal das eBay-Brutto (plus Porto) schicken. Allerdings tauch in PayPal nur das PayPal-Netto auf. Es ist enorm kompliziert zu finden (und vorher noch zu verstehen), wieviel Geld für die Transaktion abgegangen und nicht angekommen sind. Und wer macht schon den Vergleich ob das Brutto in eBay dem empfangenen Betrag in PayPal entspricht. Still und heimlich “verschwinden” auf dem Weg einige Prozent.

Wer das jetzt nicht gerafft hat, hat genau verstanden, was ich meine. Bei meinen Verkäufen sind für PayPal und eBay zusammen annähernd 10% angefallen. Den PayPal-Teil spare ich mir ab jetzt. Das können die in den USA gut anbieten, wo es keine sinnvollen Bank-Überweisungen gibt. Wenn in Deutschland die Banken nur schneller überweisen würden, das wäre ideal. Als Käufer nutze ich PayPal natürlich gerne, da hat ja die andere Seite den Preis-Nachteil.

Plenarsitzung im Bundesrat

Als noch Schnee lag habe ich mit meiner Freundin eine Führung durch den Bundesrat gemacht (Netzlog-Eintrag). Gestern dann war ich mit einem Kumpel auf der Besuchertribüne und haben einen Teil der 871. Sitzung des Bundesrates angehört. Die treffen sich einmal monatlich und somit war das der erste Termin nach Rücktritt des Bundespräsidenten. Der Bundesratspräsident ist bis zur Wahl der Bundespräsident und auch sonst gab es in NRW und Hessen Änderungen. Das ist wohl alles bereits zu Beginn besprochen worden und der größte Teil dieser Leute waren um 11 Uhr schon mit mehr da. Allerdings haben wir noch 2 Ministerpräsidenten aus Ost-Bundesländern reden gehört.

Die Tagesordnung hatte 45 Punkte und es gab zu praktisch jedem Punkt mehrere Abstimmungen. Ganz anders als im Bundestag wird hier nicht debattiert. Während und selbst nach den Reden gibt es keinen Beifall, Geknurre oder Gelächter. Oft weiß man auch nicht, zu welcher Partei die Leute gehören und die meisten haben keine besonders extremen Vorschläge gehabt. Es gab nur Einen, der offensichtlich zu den Vorgestrigen gehört und gesagt hat, man solle jegliche Regulierung bei Energie-Effizienz abschaffen. Er sagt, dass die Firmen und der Markt das wesentlich besser organisieren könnten. Was für ein völliger Quatsch das ist, sieht man an BP. Mit welchen falschen Argumenten da teilweise gegen Innovation und Verbesserung angeredet wird ist eine Frechheit.

Teilweise werden auch nur neue Anträge vorgestellt, die dann in diversen Ausschüssen weiterbearbeitet werden und dann vermutlich wieder im Plenum landen. Allerdings sollten die sich dringends mal eine Klimaanlage besorgen (oder anschalten), da wars schon ziemlich heiß drin, obwohl es draußen noch nicht besonders heiß war.

Dell Optiplex 740 [Nachtrag]

Mittlerweile habe ich schon über 1,5 Jahre einen richtigen Job. Die meiste Zeit sitze ich natürlich am Rechner. Der Arbeitsplatz im Bild ist sogar nicht mal mehr mein aktueller. Das war der 4te und mittlerweile sitze ich am 5ten. Umzüge kommen also sehr regelmäßig.

Der Rechner war im Grunde seit Start immer der selbe. Ganz zu Beginn hatte ich nur ein 17-Zoll-TFT dran hängen. Dann ist die normale Grafikkarte gegen eine Karte mit Doppel-DVI-Ausgang (DMS-59) getauscht worden. Da passt ein Y-Kabel dran, das zwei DVI-Enden hat. So liefen daran dann gemütlich 2 Monitore von Dell mit 24 Zoll in jeweils 1920×1200. Zusammen ist das eine Auflösung von 4,6 MPx. Die Dinger kosten ziemlich viel, sie sind aber auch richtig gut.

Dell Optiplex 740 (Slim-Tower, Firmen-Geräte-Nummer sVZ-PCD-132)
AMD Athlon 64 X2 Dual Core 4400+, 2,3 GHz
2 GB RAM
80 GB HDD
ATI Radeon HD 2400 Pro mit DMS-59-Anschluss, schmale Bauart
Microsoft Windows XP Professional Version 2002 SP3

2x 24 Zoll Dell 2408WFP (Firmen-Geräte-Nummer sVZ-MT-118 und sVZ-MT-048)
Dell-Tastatur
Logitech G9x (selbst gekauft)
Logitech NuLOOQ (selbst gekauft)

Den Rechner habe ich ziemlich gern gemocht und mit ihm ließ sich auch in ordentlichem Tempo arbeiten. Gestern jedoch habe ich ein Notebook als Arbeitsrechner bekommen, dass nur noch einen DVI-Ausgang hat, aber natürlich wesentlich mobiler ist. Außerdem ist Win7 darauf installiert. D.h. dass ich tatsächlich Vista komplett übersprungen habe, ich habe nirgends überhaupt nie einen Rechner auch nicht kurz bedient, wo Vista drauf war.

In der Schule hatte ich mit Windows 3.11 for Workgroups angefangen. Mein erster Rechner hatte Windows 95. Irgendwann habe ich mal mit NT 4 getestet. Es lieft richtig stabil, aber ansonsten liefen nicht alle Programme. Dann hatte ich mal eine Beta von Windows 97 auf meinem Rechner. Da sich das verzögert hat hieß es dann bei Veröffentlichung Windows 98, das ich natürlich auch benutzt habe. Wahrscheinlich auch die SE-Version, nicht jedoch die ME, da bin ich dann auf Windows 2000 (NT 5.0) gewechselt. Das System war richtig gut. Danach bin ich zuhause auf den Mac gekommen, seit OSX 10.2. An der Arbeit gab es dann den XP-Rechner (NT 5.1). Vista (NT 6) habe ich wie gesagt nie benutzt. Und nun werde ich mal schauen, was Windows 7 (NT6.1) kann. Komische Nummerierung übrigens, dass W7 die Versionsnummer 6.1 hat.

NACHTRAG:

Die Dell-Kiste nochmal in groß.

UXcamp

Auf verschiedenen normalen Barcamps bin ich schon gewesen. Normal sind die in dem Sinn, dass dort ganz unterschiedliche Themen aufkommen können, die irgendwie mit Technik und Internet zu tun haben. Es gibt aber auch Barcamps zu bestimmten Themenfeldern, z.B. das CupcakeCamp, wovon eines der ersten in San Francisco in einem Coworking Space (dem Citizen Space) stattgefunden hat. Den Laden habe ich dieses Mal auch besucht. Fotos kommen vielleicht auch noch, spätestens wenn ich in Rente bin und alles Erlebte aufarbeiten kann.

Dieses spezialisierte Barcamp ist das UXcamp, das dieses WE im Berliner Adlershof läuft. Das Ganze findet statt im Erwin-Schrödinger-Zentrum der HU Berlin. Ja genau, das ist der Schrödinger von Schrödingers Katze. Es gibt ca. 8 verschiedene Räume in denen Vorträge und Diskussionen laufen und das Thema heißt UX (User Experience). Es sind krasse Leute aus ganz Europa dabei und die Mehrzahl der Sessions läuft auf Englisch. UX-Themen sind sicherlich die Nutzung der Oberfläche von Software und Webseiten. Aber auf dem Gang haben sich auch Leute über gute Nutzbarkeit von Türgriffen unterhalten. Hierüber mag man lachen, aber wenn sich in Firmen und Produkten um genau diese vermeintlich banalen Dinge der Kopf zerbrochen wird, nur dann wird ein Produkt absolut genial sein. Nur dann fasst es der Nutzer zum ersten Mal an und es fühlt sich direkt gewohnt an und er kommt mit der Bedienung zurecht. Das können Schalter im Auto oder auch in der Software sein, die sich bedienen lassen und die tun, was man erwartet.

Bei UX geht es natürlich auch darum Nutzern ein gutes Erlebnis möglich zu machen, auch wenn sie nicht besonders tief in einem Thema drin stecken. Und da werde ich in meiner Vermutung gestärkt, dass die Techniker und Informatiker die Hauptschuldigen an der Misere schrullige Bedienung und Verwendung sind. Sie haben die technischen Themen studiert und einen Teil ihres Lebens dafür verwendet das zu erlernen. Nun versuchen sie dies möglichst anspruchsvoll umzusetzen, was Produkte hervorbringt, die kein normaler Mensch verwenden kann. Eine Einsicht, dass diese Art nicht viel bringt, ist eher selten vorhanden. Um das mal zu verdeutlichen: Windows (oder gar Linux) ist traditionell nur für Techniker geeignet, OSX für alle. Ganz extrem ist das iPad, der erste Computer, den wirklich jeder verwenden kann. Und Techniker finden sicherlich viele Dinge daran auszusetzen. Was sie aber nicht sehen (wollen) ist, dass das der richtige und einzige Weg ist, der gegangen werden sollte um die potentielle Nutzerbasis zu erweitern.

Mir ist die Idee gekommen, dass die Techniker und Informatiker eigentlich ganz exakt digitale Handwerker sind. Von klassischen Handwerkern kennt man die Vorurteile und die lassen sich ziemlich gut übertragen. Die wollen sich auch nicht auf die Belange des Kunden einstellen, sondern hau-ruck das Ding abhaken. Wand streichen, ob die Farbe dem Bewohner zusagt ist weniger wichtig.

Sessions, die ich besucht habe:

Niels Anhalt (Nexum AG): UX + Agile – Low-Fi meets Hi-Fi

Marian Steinbach (Nexum AG): Sexy URLs don’t end in .aspx?id=91745 (Folien)

Bas Evers & Xander Roozen (Informaat): Hidden IA – Structuring User Driven Data (Folien)

Vermeintlicher Schiffbruch

Da gibt es nun bei SpOn einen negativen Artikel über die Piraten. Es wird beschrieben, dass diese Partei den Abgang macht, bevor sie überhaupt irgendetwas erreicht hat. Da muss ich sagen, dass der Autor absolut schief gewickelt ist!

Diese Bewegung hat die deutsche politische Landschaft dauerhaft verändert. Vor 5 Jahren hatte bei den etablierten Parteien niemand die Netz-Nutzer auf dem Schirm. Man hat dann fleißig Gesetze für die Überwachung, für die Rechte-Inhaber und gegen die Freiheit im Netz beschlossen. Das ließen sich dann bei verschiedenen Wahlen die Nutzer nicht gefallen. Bei der Bundestagswahl stimmten gar 2% für die Piraten. So einen schnellen Aufstieg aus dem Nichts hat es länger nicht gegeben.

Dieses Ergebnis hat die bekannten Parteien erschreckt. Urplotzlich hieß es: “So war das doch gar nicht gemeint mit den diversen Internet-Gesetzen”. Man hat also unerwarteten Widerstand verspürt und wollte die Leute möglichst nicht weiter gegen sich aufbringen. Man hat dann versucht der neuen kleinen Kraft den Wind aus den Segeln zu nehmen, in dem man deren Wählern teilweise entgegen gekommen ist. Es wurden in den Parteien spezielle Leute benannt, die sich um das Internet und die Belange kümmern sollten.

Also denke ich, dass auch wenn die Piraten in Deutschland untergehen sollten, so haben sie trotzdem ein gutes Stück deren wichtigstem Ziel erreicht. In der politischen Landschaft, die meist aus Kompromissen besteht, haben die Netz-Nutzer nun in allen Parteien ihren eigenen Strang an dem sie mitziehen und um den gemeinsamen Kompromiss mitringen können.

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  • Cat: Nein, Ali D ist nicht der kleine Bruder von Ali G. Ich meinte natürlich Aldi. :)
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