Strom-Verbrauch Monitor

Mein neuer Dell-Monitor U2412M verbraucht tatsächlich je nach Bildschirm-Inhalt unterschiedlich viel Strom. Bei viel weiß sinds 27,3 W und bei viel schwarz nur 22,6 W (17% weniger). Also sind diese modifizierten Google-Such-Seiten mit schwarzem Hintergrund tatsächlich gut zum Strom-Verbrauch senken. Aber trotzdem sind beide Werte sehr niedrig im Vergleich zu früher.

Vor gut 10 Jahren haben die wesentlich kleineren Röhren-Monitore aus der Erinnerung eher so an die 80 W gebraucht. Jedenfalls war meine damalige Faust-Regel, um die Strom-Installation für unsere LAN-Parties in den Sport-Hallen zu planen, so: 100 W für den Monitor, 100 W für den Rechner, 16 Zocker auf einen 16A-Stromkreis (also 220 W max. für jeden). Da war dann natürlich noch etwas Luft (im Schnitt waren es vielleicht 160 W für Rechner und Monitor), wobei auch der gelegentliche Heizlüfter noch nicht mitgezählt war. Und wenn dann mal einer vergessen hat die mitgebrachte Kabeltrommel abzurollen ist die so heiß geworden, dass die 16A-Sicherung raus geflogen ist. Einfach abrollen und als wilden Haufen auf den Boden werfen hilft schon, dann funktioniert das nicht wie eine Spule und bleibt kühler. Aber selbst bei gerade laufenden stark beanspruchten Kabeln (auch bei den dicken Drehstrom-Kabeln) konnte man schon merken, dass sie warm werden.

Die meisten Auto-Hersteller haben offensichtlich nicht besonders viel Ahnung von Unterhaltungselektronik. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass sie in ihre teuersten Navis Festplatten einbauen. Das passiert, während vor allem Apple, aber auch andere Hersteller, längst wieder davon weg hin zu Flash gehen, weils viel robuster ist. Speziell die lange Lebensdauer von Autos schaffen doch Platten eher schlecht, wegen im Vergleich zum Schreibtisch viel Vibrationen und hohen Temperatur-Unterschieden.

George Lucas sagt:

Don’t listen to your peers. Don’t listen to the authority figures in your life, your parents. And don’t listen to the culture. Only listen to yourself. That’s where you’re gonna find the truth.

Mit ner guten Kamera in einem Smartphone ist so eine kleine Panasonic Lumix (Netzlog-Eintrag) einfach ziemlich überflüssig und zu Schnellschuss-kompliziert.

Deine Mudder

Vorhin bei ner kleinen Feier ist mir spontan ein Deine-Mudder-Witzchen eingefallen. Es haben dann nur Kerle darüber gelacht, die weiblichen Zuhörer konnten nicht viel damit anfangen:

Deine Mudder packt MP3s in Zip-Dateien um Speicherplatz zu sparen.

Taxi unterwegs

Vorhin sind wir mit einem Taxi gefahren, dass ich mit der MyTaxi-App geholt habe. Das ist ja der absolute Knüller das Programm! Man kann exakt sehen, welches Taxi zu einem fährt, wo es ganz genau gerade ist und Auto-Modell/Handy-Nr und Name vom Fahrer sehen. Die Plattform ist wirklich sensationell und kommt sogar von einer deutschen Firma (die oft nicht unbedingt die Innovation gepachtet haben).

Möglich wird das erst durch mobile Mini-Computer (Smartphones), Internet überall, dazu-installierbare Programme und genaue Ortung der Geräte.

NACHTRAG: Wer mal sehen möchte, wie die Alteingesessenen Taxi-Zentralen-Betreiber (sind ja Plattform-Betreiber, Stichwort Web 2.0 Expo San Francisco 2010 “The Power of Platforms”, Netzlog-Eintrag) mit dieser radikal den Markt verändernden Technik (“disruptive technology”) umgehen, kann man bei der Zeit lesen. Da heißt es dann: “Nische”, “nur die Gruppe der Smartphone-Nutzer” (in 2 Jahren fast jeder…), “verändert sich ein bisschen”. Die werden sich in 1-2 Jahren neben Mitarbeitern der Musik-Industrie in Seminaren finden, mit dem Titel “Wie kann ich mein hinfälliges Geschäftsmodell am Sterben hindern”.

Die Bahn hat in ihren ICEs die kleinen Mülleimer abgeschafft, die unter den Sitzen waren. Ich fand das immer sehr praktisch und habe gestern Abend ins Leere gegriffen. (Achtung, jetzt BWL-Sprech:) Das steuert der Dienstleistung anscheinend nicht genug Wert bei, um die Kosten zu gerechtfertigen.

Halte bei eBay gerade Ausschau nach nem Brockhaus zur Dekoration. Ist unglaublich, dass Wissen noch vor wenigen Jahren gerade so geeignet war mit dem Paketdienst zu transportieren (ein kompletter Brockhaus wiegt wohl über 50 kg). Heute hat Wissen Lichtgeschwindigkeit.

Information in Deutschland

Irgendwas ist in Deutschland ganz anders als in den englischen Ländern. Es muss eigentlich irgendeine Ursache dafür geben, dass das Verhältnis zu freier Information so gestört ist.

In Deutschland ist das Standard-Verhalten (“default”) zur Informations-Freigabe: so njet wie nur möglich. Das sieht man in der Uni, wo vielfach Skripte und Kurs-Material nur per Passwort von den ansonsten öffentlichen Uni-Seiten zu laden sind, das in der Vorlesung bekannt gegeben wird. Das heißt das andere Studenten aus dem Uni-Netzwerk (per IP-Freigabe) keine Möglichkeit haben, an diese Informationen zu kommen, obwohl sie das “Recht” haben, jede Veranstaltung der Uni zu besuchen. Und auch ausgesperrt sind die Leute außerhalb der Uni, die die Profs und Mitarbeiter dafür bezahlen, dass sie forschen, lehren und ebendieses Material erstellen. So kann auch kein Abi-Schüler sich die Skripte von Kursen aus einem Studienfach anschauen, um zu entscheiden, ob das was für ihn ist. Also studiert er dann 1 Jahr lang was um rauszufinden, dass das u.U. nichts für ihn ist.

Ich höre dann solche Gründe wie “dass das Skript ja ohne die Vorlesung nichts bringt”. Aber sicher schadet es ja auch nichts. Und Freiheit ist, wenn jeder selbst entscheiden kann, ob es ihm persönlich was bringt oder nicht. Nicht gut ist es, wenn das jemand anderes meint für einen entscheiden zu müssen und nein sagt.

Das selbe ist bei Mathe-Profs los, die erst gar kein Skript online stellen, sondern nur wie im Mittelalter an die Tafel schreiben. Da sagen mir dann manche Studenten, dass man durch Abschreiben der Tafel schon viel lernt. Ist ja gut, aber es soll bitte jeder selbst entscheiden können, wie er am besten lernt. Es könnte ja auch jemand das nicht vorhandene Skript runter laden und es einmal abschreiben. Wenn ihm das was nutzt, bitte, soll ihm niemand verbieten.

Das war die Lage in Deutschland. Wie ist es in den USA? Apple bringt das neue Prog iTunes U für iOS raus, das eine Plattform für genau das komplette Kurs-Material ist, was in Deutschland keiner raus rückt. Da machen viele namhafte Unis mit und sagen dadurch, das jeder nach Lust und Laune in alles mal die Nase rein stecken kann und so viel oder so wenig machen kann, wie er mag. Das ist das krasse Gegenteil der deutschen Auffassung.

Weiter geht es bei Open Data. International schon ein großes Thema, geben nach und nach vor allem staatliche Stellen ihre Daten frei. Einfach so und ins Internet. So dass jeder der will damit machen kann, was er will. Das ändert sogar den Journalismus, die jetzt auch Daten-Leute brauchen. Auf den Daten-Konferenzen wird besprochen, was man hiermit alles Neues herausfinden kann. Und in Deutschland: kein Thema. Es gibt allenfalls aggregierte Daten, womit man nichts weiter anfangen kann. Es wird nur gemauert.

Selbst ein Informatik-Doktor außerhalb der Uni, mit dem ich gesprochen habe, hielt nichts von Open Data (wiki de), weil Daten mit der Zeit veralten würden und weil es unterschiedliche und teils komische Datei-Formate gibt. Außerdem gäbe es oft nutzlose Daten. Was sind das denn für Gründe? Ob etwas nützt oder nicht muss (nicht nur “kann”) jeder Nutzer selbst entscheiden.

Nur ich frage mich warum das alles so ist. In beiden Fällen (Uni und Behörde) schadet es den Daten-Lieferanten in der Regel nicht. Und den Daten-Empfängern nutzt es und trotzdem wird nichts hergegeben. Wenn es einem nichts schadet, sollte man standardmäßig das Zeug freigeben und nicht standardmäßig behalten. Langsam bin ich dieses ewige Gejaule wirklich leid. Das sind oft nur diffuse und unkonkrete Angst-Gefühle, die die Leute gar nicht erklären können.

So wie der Wahn bei Google Street View. Auch hier ist es so, dass die Leute einerseits nichts rausrücken wollen, weil sie als Lieferant keinen direkten Vorteil davon haben. Sie wollen am anderen Ende als Empfänger gerne den Nutzen und alle Häuser betrachten. Das ist so wie damals bei StudiVZ, dass zwar alle Leute gerne sehen wollten, wer ihre Profilseite besucht hat, aber bei sich selbst ausgeschaltet haben, dass ihr Profil-Besuch geloggt wird.

Ein bisschen anders ist die Lage mit der Facebook Chronik. Da jammern jetzt Leute rum, dass sie das nicht wollen, nach dem Motto “Facebook ist ja gut, aber die Chronik will ich nicht”. Auch das ist vollkommener Quatsch. Wenn man die normalen Funktionen gerne nutzt, ist die Chronik ist nichts anderes. Man soll die schon so bearbeiten, wie man auftreten will, aber Verweigern ist wieder diffuse Angst (vor Veränderung und Fortschritt).

Das krasseste Beispiel, wie das Verhältnis zu freien Daten zwischen den Mentalitäten anscheinend anders ist, sieht man wie ich finde an den RSS-Feeds, die ich regelmäßig lese. Es gibt einige, wo die kompletten Artikel direkt im Feed stehen. Bei anderen ist praktisch nur die Überschrift als Link vorhanden, über den man zur entsprechenden Web-Seite kommt, wo man dann den ganzen Artikel lesen kann. Mir ist nicht klar, wie genau sich das (Geschäfts-)Modell der Seiten unterscheidet, wenn anscheinend nur die Sprache der Unterschied ist. Vorne stelle ich D oder E für die Sprache an, in der geschrieben wird.

Volle Artikel im Feed:
E ReadWriteWeb
E TechCrunch
E TUAW
E Mashable
E Dilbert
E Urban Word of the Day
D Xing Blog
E Facebook Blog
E Agile Blog
E Omni Group Blog

Kein Artikel im Feed:
D Spiegel
D Heise
D Telepolis
D Visions
D Mixology
D Design Tagebuch

Xing ist offensichtlich eine ungewöhnliche Ausnahme. Auch beim Thema Datenschutz sind die auf dem richtigen Schiff. Das kann man in ihrem Blog-Artikel “Der Schritt ins 21. Jahrhundert” von vorvorgestern nachlesen, den ich komplett im Feed hatte, ohne nochmal einen Link klicken zu müssen.

Das nächste iPhone könnte ja ruhig mal nen OLED-Bildschirm haben.

Alter MediaMarkt im Internet

Jetzt hat auch MediaMarkt nen Online-Shop. Bin kein regelmäßiger Kunde von dem Laden, finds allerdings erstaunlich, dass sie jetzt doch noch versuchen wollen, die Kurve zu kratzen. Ist ja nur 10 Jahre zu spät, ansonsten gut. Offensichtlich konnten die Traditionalisten damals noch nicht erkennen, dass das Internet nicht mehr von alleine weg gehen wird (und Amazon ein Wettbewerber ist). Wie bei Leica, die haben auch geglaubt, dass die analoge Fotografie wieder kommen wird. Und irgendwann haben sie die Hoffnung beerdigt und versucht die Kurve zu kratzen. Die Frage ist nur, ob MediaMarkt vielleicht Alternate hätte übernehmen sollen oder irgendjemanden, der mit Internet schon lange Jahre Erfahrung hat. Auch empfehlenswert wäre, gelegentlich mal Ideen von BestBuy (großer US-Elektronik-Laden) auszuleihen. Die sind da auch schon deutlich und lange weiter. Aber man will das Aufholen ja auch nicht überstürzen.

In den Nachrichten hört man immer nur, dass jetzt die Behörden der Bundesländer bei rechtsextremen Straftaten “grenzüberschreitend” zusammen arbeiten wollen, genau wie bisher schon bei linksextremen Straftaten. Also will man bei allen andere Straftaten auch weiterhin nichts gemeinsam unternehmen, das kann wohl nicht wahr sein.

Diebstahl per Strichcode

Hier eine Idee, wie man beim Schnaps-Einkauf im Supermarkt dick sparen könnte. Man müsste beispielsweise nur den Strichcode (Barcode) von normalem Ballantines auf einen passenden Aufkleber drucken und dann z.B. auf die Ballantines-Flasche mit 12-jährigem Inhalt kleben. Merkt an der Kasse garantiert niemand und spart die Hälfte. Ein Rabatt-Märkchen sozusagen. Ob sowas schonmal jemand gemacht hat oder sind Laden-Diebe immer nur untechnisch?

45m Weihnachtsbaum

In Dortmund gibt’s auf dem Weihnachtsmarkt den “größten Weihnachtsbaum” (zumindest in Dortmund). Das ist ein Gerüst, wo massenhaft kleine Bäume dran montiert werden. Der “Baum” ist 45 Meter hoch. Beide Bilder sind aus diesem Jahr, einmal in Betrieb und einmal im Bau.

Schlecker hats vielleicht bald hinter sich. Die Regale sind teilweise so leer, man könnte meinen, die DDR gibts noch. Dass es tatsächlich schlecht läuft, liest man in den Nachrichten.

Fußball-Stadion München

Was wäre ein WE in einer anderen Stadt ohne eine Besichtigung? Diesmal also der großen Krapfen direkt an der A9, sonst bekannt als Allianz-Arena. Die Krapfen-Form und die Beleuchtung machen daraus sicherlich eines der wichtigsten Stadien in Deutschland. Fußball interessiert mich nicht besonders, aber die darin spielende Mannschaft Bayern München ist wohl auch eher gut.

Ziemlich aufwändig, was sie da für den Rasen für Umstände machen. Trotzdem muss er mindestens 1x im Jahr komplett getauscht werden. Der Boden ist beheizt und sie stellen (siehe Foto) riesige fahrbare Lampen darauf, damit er besser wächst und sich erholt.

Die Außenhülle kann weiß, rot oder blau leuchten. Es sind 2760 luftgefüllte Kissen, worin der Druck erhöht wird, wenns schlechtes Wetter gibt, damit sie widerstandsfähiger werden. Wenn das Stadion in einer Farbe leuchtet, zieht das immerhin 506 kW (Zahlen und Fakten).

Natürlich besichtigt man auch eine Kabine. Die Wahl der Gruppe ist auf die der Bayern gefallen. Es gibt 4 Kabinen, 1x Bayern auf der einen Seite, 1x 1860 auf der anderen Seite und je eine Gast-Kabine auf jeder Seite. Die beiden Mannschaften gehen immer in ihre eigene Kabine, der Gast in die Gäste-Kabine auf der anderen Seite und beim Länderspiel werden nur die beiden Gäste-Kabinen verwendet. Und hier noch die Treppe zur Spieler-Klappe am Feld. Es gibt da kein Tor, wo die Mannschaften rein laufen, sondern es wird im Boden eine Klappe geöffnet und dann gleich nach dem Einlauf wieder geschlossen.

Weil das keinen eigenen Eintrag wert ist, hier noch das Foto von der WC-Tür (Verzeihung, ich meine Bedürfnisanstalten-Tür) in einer U-Bahn-Station irgendwo in der Bayern-Hauptstadt. Es gibt eine Bedürfnisanstalten-Benutzungsordnung.

Nektar & Parkcafe

Letztes WE in München war mal ein Treffen mit ein paar Leuten angesagt. Am Freitag sind wir in der Bar Nektar gewesen. Ist in einem Keller. Es gab einen DJ, der Hintergrund-Lounge-Musik gespielt hat. Ansonsten gibts mehrere Bereiche, in ganz unterschiedlicher Optik.

Die Bar ist gut und die Qualität der Getränke ordentlich. Besser sollte eigentlich nicht sein, wenn man gekommen ist um zu reden und nicht um sich den ganzen Abend nur mit Bar und Getränken zu beschäftigen. Das kann aber auch Spaß machen.

Die Karte ist eher umfangreich, so dass man als normaler Gast leicht überfordert sein kann. Ich habe dann direkt mal ein Getränk genommen, was nicht mal auf der Karte stand: einen Vodka Sour, mit Skyy 90. Einen Vodka Sour hatte ich noch nie, wollte ich mal probieren. Ich finde, dass der lange nicht mit den Sour-Varianten mit Whiskey, Pisco Control oder Galliano mithalten kann. Um das rauszufinden, muss man es halt probiert haben. Als zweites habe ich dann auch meinen ersten Cosmopolitan jemals getrunken. Laut Barmann war der mit Skyy Citrus zubereitet. Das originale Rezept soll wohl immer mit Zitronen-Geschmack-Wodka sein.

Am nächsten Abend sind wir unter anderem im Parkcafe gewesen. Das ist eine rustikale Bayern-Wirtschaft, wo es auch Cocktails gibt. Ist sehr groß und hoch die Halle. Es sieht aus, als könnte das Gebäude noch aus dem Dritten Reich stammen. Das Olympiastadion in Berlin (Netzlog-Eintrag) ist vom Auftritt ähnlich, nur viel größer natürlich. Auf dem Podest hätte problemlos statt dem DJ auch eine Blaskapelle sitzen können, nur dass dann vermutlich das Publikum 3x so alt gewesen wäre.

Man muss ja immer weiter neue Sachen probieren. Diesmal war ein (oder “eine”?) Bloody Mary fällig. Haben sie richtig gut Tabasco oder sonstige Schärfe reingehauen. Hab fast ein Handtuch gebraucht. Trotzdem gut.

Der Prof-Beutelspacher macht die Sachen anders

Es gibt einfach so viele schlecht nutzbare deutschsprachige Mathe-Bücher, das macht mich fertig. Die sind meistens sowas von theoretisch geschrieben, dagegen sind Dokumente mit Software-Spezifikationen wie Unterhaltungsliteratur. Prof Beutelspacher proft in Gießen an der Uni. Aber nicht nur das, sondern auch das Mathematikum in Gießen geht auf seine Kappe. Das wurde vom damaligen Bundespräsidenten Rau eröffnet (Wiki de) und ist Mathe zum Anfassen. Sowas heißt auf Denglisch wohl Science Center (Wiki de). Das erste dieser Sorte war Ende der 60er wohl das Exploratorium in San Francisco neben dem Palace of Fine Arts (unteres Bild im Netzlog-Eintrag). Ansonsten kenne ich auch nur von außen noch das California Science Center direkt nebem dem Olympiastadion in LA (vorletztes Foto im Netzlog-Eintrag) und The Tech in San Jose beim Konferenz-Zentrum wo die NVision war (Netzlog-Eintrag). Jedenfalls hat Albrecht Beutelspacher schon viele Jahre vorher kleine Mathe-zum-Anfassen-Ausstellungen im Phil 2 der Gießener Uni gemacht. Dorthin ist meine Klasse in der 5. und 6. gegangen. Ist also wirklich schon etwas länger her.

Zurück zum Buch. Hier nur mal ein paar Zitate aus der Einleitung. Wer mal das Vorwort (Einleitungs gibts meisten nicht) in einem der vielen schlechten Mathe-Bücher gelesen hat, weiß das das hier komplett anders ist.

Dieses Buch soll Ihnen Mut machen, die Mathematik zu meistern, und Sie nicht durch Unverständlichkeit einschüchtern.

Der Stil ist für eine Mathematikbuch ganz unüblich: locker, lustig, leicht und unterhaltsam. Und vor allem hab eich versucht, die üblichen k.o.-Schläge wie etwa “wie man leicht sieht”, “trivialerweise folgt”, “man sieht unmittelbar” zu vermeiden.

Mir geht es nicht darum, die lineare Algebra mit allen Finesse und in voller Allgemeinheit zu präsentieren – in der Hoffnung, daß Kenner anerkennend mit dem Kopf nicken, aber mit dem Effekt, daß die Studierenden den Wälzer wütend an die Wand werfen.

Und trotzdem: “Dies ist keine “Lineare Algebra light”, keine Ausgabe “für kleine Hände”.

Und wenn man selbst ein aktiver Prof ist, darf man das wohl sagen:

Wenn in einer Vorlesung an einer Universität eine Studnetin oder ein Student den Stoff nicht beherrscht und deswegen keinen Schein erhält, so liegt dies – so glauben Lehrende und Lernende übereinstimmend – unzweifelhaft an der Unfähigkeit der Studentin bzw. des Studenten. Ganz anders bei professionellen Kursen im Bereich der Wirtschaft und Industrie. Dort herrschen andere Verhältnisse: Wenn ein Teilnehmer eines Kurses etwas nicht versteht, ist dies eindeutig die Schuld des Dozenten!
Mit diese Buch stelle ich mich bewußt auf die “professionelle” Seite: Wenn Sie etwas nicht verstehen, trage ich die Schuld daran.

Was ist in der UB bekommen habe, war eine ältere Ausgabe in alter Rechtschreibung. In neueren Auflagen ist das vielleicht schon behoben.

Gießen du Wurst – das Lied

Das ist jetzt nach “Gießen tritt Arsch” (Netzlog-Eintrag) mal wieder ein ordentliches Lied über Gießen. Hab mal angefragt, wo man das runter laden kann. Der angegebene Link funktioniert nicht.

Gute Übersetzung!?

Die Übersetzungs-Arbeiten allgemein, aber besonders in Zeitungen, sind oft nicht besonders gut. Manchmal kommt es mir vor wie wenn da manche Sachen maschinell aus dem Google-Übersetzer kommen würden.

Spon schreibt über einen fast-Flugzeugabsturz, dass Johnny Depp gesagt hat: “Ist es das?”. Das war auf englisch sicherlich: “Is this it?”. Auf deutsch heißt es allerdings: “War’s das jetzt?”.

Es ist allerdings oft auch fehlendes internationales Wissen. So hat der eine Autor (auch wieder bei Spon) 200 Pfund in 100 kg umgerechnet. Allerdings hat er offensichtlich nicht gewusst, dass ein US-Pfund nur 454 g sind. So sind das also nur gut 90 kg und nicht 100.

Lauter solches Zeug ist der Grund, weshalb ich versuche, überall wo möglich, die originale Sprachversion zu konsumieren. Sowas regt mich auf (wie man sehen kann).”

Es ist halt so, wie die mittlerweile verstorbene Erika Fuchs (Wiki de) gesagt hat. Sie hat Disney-Comics ins Deutsche übersetzt. Das Zitat habe ich vor bestimmt über 15 Jahren gelesen. Sie hat gesagt, dass man gar nicht gebildet genug sein kann, um Comics zu übersetzen. Und das stimmt. Aber es ist bei den anderen Übersetzungen genau so. Man muss massenhaft Bedeutung mit rein bringen, oft auch wenn es noch kein Wort dafür gibt. Nur ein Beispiel: sie hat Dollar mit Taler übersetzt. Der Taler war ja gewissermaßen der Urahn des Dollars und wenn man Taler auf süddeutsch ausspricht, hört es sich sogar genauso an.

Genau dieser Sinn beim Übersetzen ist kaum noch zu sehen. Es müssen wohl meist Leute, die wenig Zeit oder Ahnung haben. Der Knüller ist, dass mittlerweile echtes Englisch auf anderes Englisch übersetzt wird, damit Deutsche das verstehen können oder es richtig ankommt. Der Film “Kill the Boss” (Deutschland) heißt eigentlich “Horrible Bosses” (Wiki de). Nur wissen halt zu wenige Deutsche, was “horrible” sein soll. Ein anderes Ding von der Sorte ist der “Drive In” (Deutschland), der eigentlich “Drive Thru” heißt. Die deutsche Zunge tut sich eben mit dem “th” schwer und so ändert man es in was, was eigentlich eine andere Bedeutung hat. Ein Drive In (Wiki de) ist ein Laden, wo man auf den Parkplatz fährt und sich dann an der Autoscheibe bedienen lässt. Man ersetzt den Tisch mit dem Auto, isst auf dem Parkplatz und kann die Bedienung auch nochmal rufen, wenn man was nachbestellen mag (Netzlog-Eintrag).

Lehramt ist defekt

Gestern habe ich bei Wikipedia gelesen, dass in anderen europäischen Ländern werdende Lehrer ein normales Studium absolvieren, das nicht speziell auf die Schule zugeschnitten ist. Auf den ersten Blick denkt man, dass die frühe Spezialisierung sinnvoll ist.

Auf den zweiten Blick sieht man aber viele Nachteile bei der Spezialisierung. Ein Problem ist, das der Markt für Lehrer zu fest ist. Es wird immer so sein, dass entweder Lehrer arbeitslos sind oder es zu wenige gibt. Es wird nie genau passen. Dafür könnten Schulen einerseits so vorgehen, wie Firmen das mit Berufsakademien (BA) machen. Sie machen schon vor dem Studium einen Vertrag mit den Leuten, um so schon früh ein festen Volumen an Leuten zu haben. Könnte man bei Lehrern toll auch so machen, mir fällt kein anderer Beruf ein, bei dem der Bedarf so gut planbar wäre. Man weiß schon Jahrzehnte im Voraus die Schüler-Zahlen und die Lehrer-Abgänge. Trotzdem macht man das nicht. Man kann sogar schon ein halbes Jahrzehnt exakt vorhersagen, ob die nachrückenden Studenten zur Besetzung der Stellen reichen werden.

Ein weiterer Vorteil bei der BA-Variante wäre, dass die Schule (oder das Amt dazu) tatsächlich über die Einstellung der Leute entscheiden könnte. Das ist aktuell nicht der Fall, denn sie stellen sich heute faktisch selbst an. Wenn sie sich für das Studium entscheiden, einen Platz bekommen und es schaffen, kann sie niemand davon abhalten. Sie werden in Listen einsortiert, die der Reihe nach abgebarbeitet werden und irgendwann sind sie definitiv dran.

Die Schulen haben auch keine Möglichkeit Leute mit Abschluss aus den “normalen” (nicht-Lehramts-Version der Fächer) Bereichen zu bekommen, weil das strikt getrennt ist. Wenn es zu wenige Mathe-Lehrer gäbe, könnte man nämlich normale Mathematiker nehmen und denen eine kleine Zusatz-Ausbildung verpassen. Außerdem könnten ja Lehrer, die nicht mehr als Lehrer arbeiten können, in ihrem Bereich in einer normalen Firma arbeiten. Wenn beispielsweise einer dem Stress in der Schule nicht mehr gewachsen ist, geht er halt als Mathematiker in einer Versicherung arbeiten. Aber so wie es jetzt ist, geht das (auch wegen Verbeamtung) nicht und er wird halt früh-pensioniert. Das durchschnittliche Pensionsalter liegt bei 61 Jahren. Ich kann mir ja kaum vorstellen, dass die alle arbeitsunfähig sind, eher berufsunfähig. Wenn man berufsunfähig ist, muss man eben den Beruf wechseln, so wie alle anderen auch. Bei der Überalterung der Gesellschaft geht sowas nicht mehr.

Es gibt keine Alternative, ein Lehrer ist auf Gedeih und Verderb ein solcher. Bei FHs gibt es einigen Wechsel von Firmen an die Hochschule und in der anderen Richtung. Die Leute kennen das Leben und versuchen es rüber zu bringen. Das kann ja nicht schädlich sein, besonders wenn es heißt, dass man in der Schule fürs Leben lernt (was ich in den höheren Klassen für ein Gerücht halte, denn dann würde man z.B. Finanzierungsrechnung lehren müssen). Ich glaube, dass diese Wechsel für alle Seiten Vorteile bringen würden. Bei Lehrern ist es ähnlich wie bei Uni-Profs. Sie können in ihren Beruf kommen, ohne auch jemals nur ein Praktikum anderswo gemacht zu haben.

Der Ausblick auf die Zukunft ist sehr negativ. Das derzeitige System der Rekrutierung ist völlig defekt. Teilweise (Fächerkombination oder Schulart) funktioniert es sicherlich schon vollkommen unzureichend (sowohl von der Menge, als auch der Qualität der Leute). Und da wo es gerade noch geht, wird in 10 Jahren dann auch nichts mehr gehen.

Man muss sich nur mal den riesigen Block Lehrer ansehen, der gerade in Pension geht. Da die Zahlen von 2003/2004 sind, rechnet man 8 Jahre dazu und sieht, dass die Spitze gerade an der Altersgrenze angekommen ist. Die Kultusminister erwarten im Jahr 2015 371.000 freie Lehrerstellen und schätzen nur 296.000 Referendare (inkl. der ungeeigneten). Aber getan wird nichts.

Mobilfunk im anderen deutsch-sprachigen Land

Mobil telefonieren in Österreich ist eine andere Nummer als in Deutschland. Tele.ring verkauft z.B. monatlich kündbar (also prepaid) 500 Minuten UND 500 SMS für unglaubliche €5. In Deutschland zahlt man bei günstigen Anbietern (Fonic) mindestens 4x soviel und bekommt nur die Hälfte (500 Min ODER SMS). Bei Fonic habe ich vom Paket schon den Preis für 500 MB abgezogen, um das zu vergleichen. Das halbe Gig kostet bei Tele.ring natürlich auch nur die Hälfte. Wer gerne magenta telefoniert kann beim Vergleich noch einen fast beliebig großen Faktor drauf rechnen.

Wusste ich auch noch nicht: in den USA wird der Sheriff vom Volk gewählt (wiki en). Der ist ja immer für einen Kreis (county) zuständig.

Bierbike

Die Städte sind schon komisch. Einerseits versuchen sie überall mit Baumaßnahmen und Umorganisation von Verkehrsströmen den Verkehr zu verlangsamen. Andererseits versuchen sie Bierbikes (Spon) zu verbieten, die von sich aus auch ein Hindernis sind und somit genau das tun, was sie eigentlich erzwingen wollen. Kutschen sind genauso ein Hindernis, aber bisher hat sich darüber noch niemand in den Verwaltungen aufgeregt. Die werden auch eher von der wohlhabenderen Kundschaft gemietet.

Verkehrs-Behinderung bitte nur, wenn es den Steuerzahler Geld kostet und niemand Spaß dabei hat.

Wer sich daran noch erinnert: nach dem selben Prinzip wurde auch die Sperrung der Ludwigstraße in Gießen an Fasching nicht mehr gemacht. Dort war an den Faschingstagen die Fahrbahn eine große Party. Das alles war ohne offizielle Organisation, die Leute sind einfach gekommen. Und auch die Wirte der angrenzenden Kneipen haben sich nur kurzfristig über höheren Umsatz gefreut. Umsatz ist jetzt fast gar nicht mehr (das ganze Jahr über) und die meisten haben dicht gemacht. Hat zum Teil vielleicht auch mit der Nicht-Sperrung zu tun.

Daktari

Letztes WE bin ich mit einem ehemaligen Kollegen vom VZ in Essen unterwegs gewesen. Ich habe wieder saft-freie Cocktails probiert. Erst den Klassiker Sidecar in einem Laden mit dem Namen “Chill”. Dahin sind wir ausgewichen, weil im Daktari (der Link stimmt, die Seite hat vor 1 Woche noch funktioniert und ist derzeit kaputt) alles voll war. Später sind wir dann wieder nach direkt nebenan zurück gewechselt. Dort hab ich dann einen Rusty Nail (Drambuie Whisky-Likör mit Four Roses Bourbon auf Eis). Das Ding war ziemlich stark, im Geschmack und auch Wirkung wegen der großzügigen Menge.

Das Daktari ist eine kleine und schöne Bar in Afrika-Optik. Sie ist nicht so edel, wie beispielsweise in Frankfurt das Anzug-Volk es gewohnt ist. Das ist eigentlich ganz gut, denn man kanns dort sehr gut aushalten und die Preise sind erschwinglich. Die Leute sind eher studentisch. Die Bar hat massenhaft Auszeichnungen erhalten und mit den entsprechenden Aufklebern die Eingangstür vollgeklebt.

Sprach-Woschtfetts

Wer auf hessisch nicht fit genug ist, ein Woschtfett ist ein Depp.

Es ist einfach grenzenlos, wie schlecht regelmäßig ins Deutsche übersetzt wird. Dass die Spiegel-Journalisten darin nicht gut sind, habe ich ja gelegentlich geschrieben (Netzlog-Eintrag). Heute haben sie “inhale” mit “inhalieren” übersetzt, obwohl das im Zusammenhang mit dem Tränengas “einatmen” heißt. Das Übliche, diesmal eben ”falsche Freunde” (Wiki de).

Aber der Knüller ist das Ikea-Heftchen “Begrüß die Besttage”. Dort schreiben sie gleich auf der ersten Doppel-Seite: “Ein Toast auf das Zuhause deines Lebens!”. Verdammt nochmal, das heißt auf deutsch “Prost” und nicht “Toast” wie auf englisch! Es geht da nicht um Schnittchen, sondern ums Anstoßen! Jemand der sowas verbockt kann sich ja nicht ernsthaft Profi nennen, sondern ist eher eine Pfeife. Oder ein Woschtfett.

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Dunkle Tanke

Langsam sieht man vor lauter Stromsparen (wobei da doch eher das Geld zählen dürfte als die Umwelt-Komponente) bei Tankstellen kaum noch, ob sie geöffnet haben. Außen ist meistens nur noch ein minimaler Streifen Licht am Dach und unten an der Zapfsäule ists auch ziemlich düster. Früher (vor gut 10 jahren) hat die komplette Seite vom Dach geleuchtet und auch unten drunter wars richtig hell. Bei manchen Esso-Tanken gibts sogar nicht mal mehr den kleinen Dach-Streifen, sondern nur noch das Marken-Schild.

Karstadt

Letztens ist mir die Idee gekommen, dass Karstadt von den Art des Geschäfts ja doch versucht, ein bisschen moderner zu werden. Langsam kommt jetzt doch die Online-Komponente, genau wie bei Real und MediaMarkt. Jetzt, wo es eigentlich bei denen allen schon zu spät ist. Von Karstadt gibt’s z.B. auch Prospekte, womit sie Großgeräte verkaufen wollen. Die werden dann geliefert. Das ist dann auch nicht mehr so viel anders als eine Bestellung bei Amazon.

Eine andere Idee hatte ich spontan, die es wohl bisher meines Wissens noch nirgends gibt. Warum kann man nicht Klamotten bestellen und an einen Karstadt liefern lassen. Dann hätten man die Vorteile (oder Nachteile, je nachdem wie mans sieht) von online und offline kombiniert. Man könnte aus der großen Auswahl von online wählen, sich das Porto sparen und trotzdem einen Verkäufer nach der Meinung fragen, wer sowas mag.  Für manche Leute zählt ja doch das Kauf-Erlebnis im Laden. Das Problem bei Läden ist ja immer der große Warenbestand, der lange rum steht und irgendwann “abgelaufen” ist. Sowas erspart man sich beim zentralen Lager. Das hat auch den Computer-Händler Escom fertig gemacht, der dezentral in allen Läden PCs vorrätig hatte. Ich könnte mir vorstellen, dass bei Klamotten massig viel mehr zurück geschickt wird, als z.B. bei Technik. Für Technik wäre das also weniger praktisch, in den Laden zu liefern, weil das nicht anprobiert werden muss.

Hey, mittlerweile schreibt Spiegel online in den Videos nicht mehr nur “Quelle: Youtube”, sondern “Quelle: Youtube User xyz”. Das ist mal sinnvoll. Ich hatte ja schon vor einem Jahr geschrieben, dass das genauso wenig geht, wie “Quelle: Bibliothek”(Netzlog-Eintrag). Youtube ist ja nur die Plattform.

Manches in Deutschland ist mir unverständlich. So z.B. dass die Automatik im Auto hat erst Erfolg, wenn man sie als Schalt-Getriebe (Direkt-Schalt-Getriebe) verkauft. Hieße das Ding Doppel-Kupplungs-Automatik (was es ja ist), hätte sich das wieder nicht durchgesetzt. Also Hut ab Marketing, dass ihr sowas Vermurkstes richtig getroffen habt. Automatik heißt ja, dass automatisch geschaltet wird und nicht dass zwangsweise die Technik eine Wandler-Automatik sein muss.

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