Schwitz-Test

Neulich habe ich mich mal gefragt, wie viel Flüssigkeit ich wohl während einem Marathon trinken müsste, um nicht total zu verwelken. Ein Marathon ist noch lange nicht in Sicht, aber falls doch mal, will ich genau Bescheid wissen. Daraufhin habe ich beim Wiener Marathon den Schwitz-Test gefunden. Ist eigentlich ganz einfach, man wiegt sich zu Beginn der Leistung und danach, jeweils mit möglichst wenig Klamotten, die Wasser aufsaugen könnten. Die Differenz ist Wasserverlust. Die Toilette sollte man der Rechnung zuliebe auf danach verschieben. Wenn man etwas trinkt, kann man sich die Menge einfach merken und auf das Start-Gewicht addieren. Man kann den Wasserverlut bei verschiedenen Temperaturen messen, um eine Spannbreite zu haben.

Eben (1.30 Uhr MESZ) bin ich also von meinem ersten Schwitz-Test zurück gekommen. Es hat ein erfrischender Lauf auf dem Programm gestanden.

16,8 km in 1 Std 49 Min, also 9,2 km/h bzw. 6:29 Min/km

104,7 kg vorher, nichts getrunken, 102,8 kg nachher, 1,9 kg Verlust, 17 Grad, dunkel, windig

entspricht 1,0L/Std bzw. 1,1L/10 km

Genau genommen verliert man ja nicht nur das Wasser, sondern auch einigen Kohlenstoff, der als CO2 ausgeatmet wird. Ganz grob habe ich während dem Lauf 1.700 kcal verbrannt (ein Big Mac hat 495 kcal). Als Faustregel sind es pro 100 kg Körpergewicht und pro 10 km nämlich 1.000 kcal. Als zweite Faustregel habe ich irgendwann mal ausgerechnet, dass 1 g Körperfett etwa 7 kcal entsprechen. Ich hätte also etwa 240 g Fett verbrannt. Natürlich verbrannt man nicht nur Fett, sondern die Energie hängt noch anderweitig im Körper rum (ich hab keine Ahnung von Sport, Bio usw.). Irgendwo habe ich gesehen, dass 10 kcal etwa 1 g C (Kohlenstoff) entsprechen (passt leider trotz Dichte unter 1 nicht ganz zu den obigen 1:7, aber was solls). Nach ganz stümpermäßiger Rechnung hätte ich also 170 g C verbraucht. Die sind zusammen mit 450 g O (Sauerstoff) über die Lunge zu 620 g CO2 geworden. Diese 170 g C müsste man theoretisch wohl noch vom Flüssigkeitsverlust abziehen, ist aber in diesem Fall etwa 10% des Wassers.

Wenns viel wärmer ist, bleibt der C-Verbrauch gleich und der Wasserverbrauch zieht sicherlich ordentlich an.

Ich denke mir immer wieder mal, wie auch jetzt, dass diese Text-Aufgaben in der Schule schon eine ziemlich sinnvolle Sache waren.

This entry was posted on Wednesday, August 18th, 2010 at 12:51 am and is filed under Sport . You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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