Fidschi-Inseln

So, jetzt ist es Zeit für die Fotos von Fidschi. Auf Englisch wird das ja “Fiji” geschrieben. Zuerst: es hat sich richtig gelohnt dort. Und das, obwohl die Nachteile (schwül, Mücken und Viehzeugs) für mich eigentlich beim Aufenthalt in den Tropen fast die Vorteile überwiegen.

Fidschi hat zwar genau wie Australien in der Ecke die britische Flagge, aber besonders fortschrittlich ist es nicht unbedingt. Die Straßen haben Löcher und werden nicht repariert, die Leute kennen sie schon gut und fahren immer außenherum. Zuletzt gab es 2006 einen Militärputsch, das Parlament wurde aufgelöst und Neuwahlen soll es frühestens 2014 geben. Die Polizei kann Leute ohne Grund festnehmen. Was vermutlich von den Engländern geblieben ist, dass die Leute alle sensationell gut Englisch sprechen.

Von all dem merkt man am Strand zum Glück nichts. Wir haben eine ziemlich tolle Tour zu den Mamanucas und den Yasawas gemacht. Das sind viele teils winzige Inseln, auf denen es kleine Hütten gibt, in denen man bleiben kann. Bewirtschaftet wird das in der Regel von Fidschi-Leuten, die in Dörfern in der Nähe wohnen. Teilweise ist das sehr einfach, kein Strom, kein Handynetz, kein Internet, kein Leitungswasser, nur kalte Dusche. Wenn man das ein paar Tage so gemacht hat, merkt man erstmal, wie luxuriös man normalerweise lebt. Tolle Erfahrung. Oft liegen auch Kokosnüsse unter den Palmen herum, so dass ich auch mal so eine mit dem Schweizer Taschenmesser auseinander genommen habe.

Es gibt einen gelben Katamaran (Yasawa Flyer II), der die Inseln bedient. Er fährt vormittags die komplette Strecke einmal hoch und nachmittags wieder runter. Man kann dann also einmal täglich in jede Richtung weiter fahren. Das Schiff hält etwas vor den Inseln im tieferen Wasser. Dann kommen kleine Bootchen von den Inseln mit weiterfahrenden Leuten und nehmen die Neuen mit. Die kleinen Boote sind oft ein ziemliches Abenteuer, besonders bei etwas mehr Seegang. Die könnten auch gut Flüchlingsbote gewesen sein, die es irgendwo nicht bis ans Ziel geschafft haben. Stichwort Seegang: die Inseln liegen im Pazifik und da kann es teilweise richtig ungemütlich sein. Und so war aus auch genau an dem Tag, als wir die mit 4 Stunden längste Etappe gefahren sind. Die Besatzung konnte gar nicht so schnell genug Kotz-Tüten verteilen, wie sie gefüllt wurden. Ich habe fast die ganze Zeit nur auf dem Boden gelegen.

Wenn man dann auf mit dem Bootchen auf der Insel ankommt stehen da meistens schon mehrere Fidschi-Leute und singen Begrüßungslieder. Das ist richtig genial. Auch bei der Abfahrt singen sie zum Abschied. Das vielleicht bekannteste dieser traditionellen Lieder heißt “Isa Lei”. Die Fidschi-Leute auf den Inseln sind immer unglaublich nett. Ich weiß fast gar nicht, wie sie das durchhalten können. In Berlin habe ich mich ja manchmal genau das Gegenteil gefragt.

Auf diesen Inseln bzw. Herbergen waren wir die Nächte:
White Sandy Beach (1x)
Safe Landing (1x)
Mantaray Island Resort (1x)
Wayalailai Ecohaven Resort (2x)
Bounty Island Resort (1x)

Hier noch ein paar Katalog-taugliche Strand-Fotos.

This entry was posted on Thursday, April 14th, 2011 at 11:41 am and is filed under International . You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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