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Frankfurter Stadtverwaltung priorisiert falsch

Es gibt derzeit ein schönes Beispiel, an dem man – wie ich finde – wunderbar sehen kann, wie die Frankfurter Stadtverwaltung funktioniert. Sie tun nämlich nicht die Dinge, die möglichst vielen Bürgern helfen, sondern arbeiten gerne an ihren eigenen persönlich interessanten Hobby-Projekten (engl.: pet project).

Da gibt es in Frankfurt weiterhin keinen Fernbus-Bahnhof, obwohl z.B. Berlin, München, Düsseldorf, Dormund, Straßburg soetwas wunderbar schaffen. Die Folge ist, dass rund um den Hauptbahnhof Busse am Bürgersteig herumstehen und alles voll ist mit wartenden Passagieren. Die blockieren den Weg, laden mit dem Hintern auf der Straße ihr Gepäck ein. Es ist indiskutabel kompliziert den passenden Abfahrtplatz zu finden und allgemein komplett chaotisch.

Anstatt daran etwas zu verbessern, kümmert sich die Stadt direkt neben den Bussen um ein Fahrrad-Parkhaus (FAZ). Das ist da dick und fett hingebaut worden, wurde von einem Stadt-Heini eröffnet und wurde als ich mir das mal angesehen habe von niemandem genutzt, vielleicht weil dem Aggro-Radfahrer die tägliche Gebühr von €1 zu teuer ist. Da wurde also die Arbeits- und Planungsleistung der Stadt komplett ineffizient genutzt, für Dinge die kein Mensch braucht und die dem “Kunden” der Stadtverwaltung, dem Bürger, nichts nutzen. Das nennt man üblicherweise Geldverschwendung.

Man kann ja ein Fahrrad-Parkhaus einrichten, aber nicht bevor es einen Bus-Bahnhof gibt. Es müssen die Dinge zuerst gemacht werden, die den größten Nutzen pro Aufwandseinheit bringen. Es wird immer von Vernetzung geredet, aber es gibt außer der S-Bahn keine Öffis (Busse oder U-Bahn), die von Frankfurt bis Eschborn zu den massenhaften Büros durchfahren. Das bedeutet, dass es von Frankfurt viel länger als nötig dauert. Und es passiert seit Jahrzehnten: nichts. Dafür wurde das Hobby-Projekt U9 in Betrieb genommen, eine Linie, wo nie jemand in der Bahn sitzt. Was ja im Grunde auch vorher schon angeblichen Profis hätte klar sein müssen, denn wer will schon von Ginnheim nach Nieder-Eschbach fahren. Und genau da kommt das Pet Project wieder ins Spiel, denn da ist Sinn und Nutzen nicht relevant.

This entry was posted on Wednesday, August 3rd, 2016 at 12:53 am and is filed under Allgemein . You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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