Die Autoindustrie hat sich selbst erwürgt

Oh, und wo ich gerade in Fahrt bin von deutscher Autoindustrie. Gestern habe ich HU/AU machen lassen. So, wie ich das verstehe, wird bei der AU gar nichts gemessen, sondern nur das zu prüfende System gefragt, ob es denkt, dass alles in Ordnung ist. Was für ein Quatsch ist das eigentlich? Der Verbrecher wird befragt, er sagt “nö war ich nicht”, Thema gegessen?

Und dann noch die Erstzulassung. Was interessiert das den Kunden? Habe ich irgendwo für einen Kostenvoranschlag angeben müssen. EZ ist überhaupt nicht eindeutig. Wenn das Auto z.B. im Juni 2015 gebaut wurde und erst im Januar 2016 verkauft, ist es EZ 2016. Könnte aber genausogut Januar 2016 gebaut worden sein und ein anderes Bauteil enthalten. Viel wichtiger ist also das Bau-Datum. Aber Händler und Hersteller freuen sich natürlich, vergammelte Ware als neu zu verkaufen.

Der klassische Ingenör hat vorbei

Der aktuelle BMW-Entwicklungsvorstand Fröhlich hat sowas von keine Ahnung von der Zukunft und was richtig ist zu tun, das ist einfach gigantisch.

Er labert da was von Wasserstoff-Antrieb für schwere Autos. Das Thema ist durch. Wenn selbst Busse und LKW mit Batterien fahren, brauchts keinen Wasserstoff mehr.

Dann erzählt er, dass alle 3 Jahre die Infotainment- und Fahrassistenzsysteme aktualisiert werden können. Wie wärs mit jährlich und dann laufend aktualisieren, also ein Smartphone mit Rädern (Tesla…)? Die hatten früher ihren Navi-Kram von VDO bezogen, ich hoffe sich machen das mitterweile selbst oder übernehmen jemanden, der sowas kann.

Über die i-Marke (mir immer noch unklar, wofür es die gibt, gibt ja auch keine extra-Marke für Diesel-Antrieb) kann angeblich “agil” neues Zeug in das Unternehmen gebracht werden. Wie wärs damit, den gesamten alten Moloch auf Trab zu bringen?

Der Mann hat anscheinend noch nicht gemerkt, dass er das Fossil ist, was sich schnell modernisieren muss, um zu überleben. Zetsche hat das schon gemerkt.

Falls er spontan nach Sibirien auswandern will, um Platz für einen Junge mit Durchblick zu machen, kann er direkt Hackenberg mitnehmen. Wenn ich den nur sehe werde ich schon aggressiv.

Es gibt bei deutschen Autoherstellern einfach zu wenig echte Visionäre, sondern nur Verwalter und Holzweg-Gänger.

Die Verbrennungsmotoren auf der Straße sollen endlich den Weg der Dampfmaschine gehen!

RMV-Nacht

Digitalisierung ist ja seit Kurzem das Schlagwort für alles Neue, was die Alten mittlerweile (nach 15 Jahren) auch bemerkt haben, aber noch nicht akzeptiert. Unter Digitalisierung kann man offensichtlich auch Elternzeit des Vaters, männliche Teilzeit, Auszeiten vom Job “ohne Grund” (aus Sicht der Alten), Revolution gegenüber Titeln, der Hierarchie und Befehlen im Unternehmen und ähnliches zusammenfassen. Und genauso gehört zur Digitalisierung, dass dieser verdammte Betriebsschluss der Öffis am WE abgeschafft wird! Das ist eine Idee von vor 30+ Jahren. Also habe ich mal wieder dem RMV geschrieben:

Warum lässt man die U-Bahnen in Frankfurt am Wochenende nicht einfach die Nacht durch fahren? In der letzten Bahn ist immer ein wildes Gedränge, genau wie bei den relativ häufig fahrenden Nachtbussen. Es scheint also ausreichend Nachfrage zu geben. Ganz anders habe ich es unter der Woche bei den sehr frühen Bahnen um 4 Uhr erlebt, hier fährt kaum jemand.

Es wäre aus meiner Sicht im Interesse der Fahrgäste, wenn die Fahrten dann angeboten werden, wenn sie nachgefragt werden und nicht nach einer Idee wann Leute schlafen bzw. wach sind, die Jahrzehnte alt (veraltet) ist.

Das Problem ist leider, dass hier kein Tesla ankommt und den Markt auf den Kopf dreht. Dann würde das ratzfatz klappen. Die alten Auto-Heinis haben vor 1,5 Jahren mit der 180-Grad-Wende angefangen und seit einem halben Jahr fahren sie in die neue richtige Richtung. Ich hätte kein Mitleid, wenn die alle in Vorruhestand kämen. Diese schöpferische Zerstörung gibts bei den Öffis leider nicht. Daher muss man ihnen regelmäßig auf die Nerven gehen, bis sie das ändern.

Fahrradständer im Weg

Da sieht mans genau: die Fahrrad-Planer/-Politiker in Frankfurt sind ganz offensichtlich vollkommen inkompetent und schaffen nichts, außer gegen das böse Auto zu arbeiten. Jedenfalls sind diese relativ neuen Umbauten an der Ecke Burgstr./Germaniastr. mit den Fahrradständern sowas von bescheuert positioniert, dass man als Fußgänger doch wieder Umwege und Slalom laufen muss. Dann hat das Ganze aus Fußgängersicht keinen Vorteil zu mit Autos zugeparkten Kreuzungen.

Ich meine, dass die Straße für alle konkurrierenden Nutzer halbwegs funktionieren soll. Da hilft es nichts, wenn früher alles auf Autos optimiert wurde, jetzt auf Fahrräder und Öffi-Haltestellen, aber der Fußgänger unter die einen oder anderen Räder kommt.

Im Bild würde man mittig geradeaus laufen, wenn man die Straße lang laufen will.

Untitled

EU-Schriftart im Straßenverkehr

So Bundesregierung und Verkehrsminister: dann wärs jetzt nach all den EU-Sympathie-Bekundungen (es wird fälschlicherweise immer von “Europa” gesprochen, genauso falsch wie bei “Amerika”) mal an der Zeit auf Verkehrsschildern die neue EU-Schriftart Tern (Wiki de) zu verwenden. Österreich macht das für neue Schilder schon seit 2010, als sie ihre alte Schriftart Austria ersetzt haben.

Bei uns wirds auch längst Zeit, die DIN-Schrift (Wiki de) aus dem Dritten Reich zu ersetzen. Sie hat gute Dienste geleistet, aber sie ist einfach alt. Wer dabei wehleidig wird, kann sich ja freuen, dass bei Feuerwehren und Rettungsdiensten weiterhin vielfach das Helm-Design der Wehrmacht im Einsatz ist.

Immer wieder das selbe. Da wird unter den Politikern geschwafelt, was gefälligst die anderen für die EU tun sollen, nur wenns dann darum geht, selbst was zu tun, ist die Eile plötzlich nicht mehr groß. Ich hoffe ihr Bayern mit eurer weiterhin matsch/grünen Polizei hört mich.

Dinosaurier-Erinnerung

Kurz zur Erinnerung, was die Lust auf Innovation bei VW und Mercedes angeht:

  1. Im September 2015 habe der derzeitige VW-Chef Müller gesagt (Spon)

    Das autonome Fahren stellt für mich einen Hype dar, der durch nichts zu rechtfertigen ist.

  2. Mercedes hat Ende 2015 seine eigene Batterie-Fabrik in Sachsen geschlossen (Spon)

Und wenn dieselben Leute jetzt ohne Krawatte herumlaufen und das exakte Gegenteil als Strategie verkünden, dann sind sie einfach nur lächerlich.

Apo-Dr.

Kürzlich war ich in der Apotheke, um eine spezielle Marke Handcreme zu kaufen, die leider grundlos (außer für hohe Preise) sonst nirgends angeboten wird. Ich wurde von einem Dr. (vermutlich Pharmacie) beraten. Sowas könnte doch eine Rossmann-Mitarbeiterin mindestens genausogut. Es ist doch im Großen gesehen sowas von bescheuert, die teuer wissenschaftlich ausgebildeten Menschen in der Funktion eines Snack-Automaten (Packungen geben und Geld nehmen) zu verwenden. An anderer Stelle könnten die der Menschheit bestimmt mehr helfen.

Was war nochmal der Grund, weshalb Kinder bei Wahlen keine Stimme haben und Senioren, die nicht mehr können, hingegen schon? Wärs nicht gerecht, das gleich zu behandeln? Also entweder das “Betreuer” der Kinder mit der Stimmabgabe betrauen (wie bei alten Pflegefällen), bzw. ein maximales Wahl-Alter einzuführen, ab dem man von einem Menschen keine vernünftige Entscheidung mehr erwartet (so wie man das wohl auch an der 18-Jahr-Schwelle entschieden hat)?

HU/AU ohne Preise

Da die Karre wieder HU/AU braucht, wollte ich mich mal nach den Preisen der verschiedenen Organisationen erkundigen. Dekra und TÜV zeigen für Frankfurt online keine Preise an. Man kann aber problemlos Termine komplett online vereinbaren, ohne dann zu wissen, was es kostet. Was für Zustände sind das denn? Das musste ich diesen beiden unseriösen Pommes-Buden direkt mal schreiben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Internet kann ich für den Standort Frankfurt einen Termin für HU/AU vereinbaren und habe nirgends selbst bis zur Termin-Bestätigung keine Möglichkeit die Kosten zu erfahren (außer ich rufe irgendwo an). Das kann ja nicht ernsthaft so sein! In Italien würde ich das erwarten, aber nicht in Deutschland. Leider habe ich Wichtigeres zu tun, aber grundsätzlich hätte ich Lust, das mal von einer Verbraucherschutzorganisation auf die Legalität hin zu überprüfen. In jeden Fall ist es sehr schlechter Stil, der kein Vertrauen schafft.

Wie stellen Sie sich denn die Online-Nutzung vor?
1. Webseite aufrufen, kein Preis zu sehen
2. Anrufen und Preis erfragen
3. Auf Webseite den Termin buchen

Oder soll man das machen, ohne den Preis zu kennen? Gehen Sie zum Frisör, ohne vorher zu wissen, was es kostet?

Beste Grüße,
DN

Autohersteller bleiben anzug

Der Wirtschaftsminister Gabriel hat mal recht, wenn er sagt, dass die (deutschen) Autohersteller keine Ahnung von jungen Leuten haben. Die bleiben halt einfach im Kern anzug (das ist ein gerade von mir neu eingeführtes Adjektiv), auch wenn sie sich mal ohne Krawatte verkleiden, wie Zetsche letztens.

Man sieht das gut daran, dass mit dem Q2 anscheinend ein kleines “hippes” Auto für junge Leute gebracht wird, das in diesem modernen Facebook beworben wird. Hab ich schon von gehört und mir zeigen lassen, sagt vielleicht der Auto-Manager. Die Leute hat man früher Internet-Ausdrucker genannt. Allerdings werden in der Anzeige die potentiellen Kunden gesiezt. Hat sich wohl noch nicht zu den Vögeln herumgesprochen, dass mittlerweile die unter-50-jährige Käuferschaft in der Werbung meistens schon geduzt wird.

Für mich ist das wieder ein klares Zeichen dafür, dass das komplette Prinzip der Management-Hierarchie mit allem was dazu gehört ein großes Problem für die Innovationsfähigkeit, Anpassung an den Markt und Zufriedenheit der Mitarbeiter ist.

Journalisten haben weiterhin keine Ahnung von Technik

Da wird immerhin in einem Satz klar (Manager Magazin), dass der Journalist keine Ahnung hat, was “autonom” bedeutet:

Wie der Tower eines Flughafens dirigiert sie [die Fabrik] die autonomen Transporter

“Autonom” bedeutet, dass die Einheit komplett selbst entscheidet, was sie tut. Folglich sind die Dinger gerade nicht autonom, wenn eine zentrale Steuerung alles dirigiert.

Fremde Länder

Manchmal wünsche ich mir eine deutsche Sprach-Polizei, die auch Strafen verhängen kann. Amazon z.B. schreibt

Ihre Bestellung qualifiziert sich für GRATIS Standardversand.

Was soll das sein? Und am besten können sie dann gleich noch einen Strafzettel für die Nutzung des US-amerikanischen Adressformats auf der deutschen Seite mitschicken. Wenn man in einem “fremden” Land groß Geschäfte macht, sollte man wenigstens die Sprache und die lokalen Gegebenheiten tolerieren. Andersherum passiert das allerdings auch nicht wirklich gut. Lufthansa schreibt z.B. aktuell ganz oben auf ihrer Seite was von

Strike of the Lufthansa Pilots

Hört sich für mich nach schlechtem Schul-Englisch Wort für Wort übersetzt an.

Es stimmt tatsächlich, Axel Springer hat in seiner “Unternehmensverfassung” stehen:

Die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika.

Zielvereinbarungen

Es werden ja immer noch Zielvereinbarungen getroffen, obwohl die Wissenschaft (zusammengefasst von Dan Pink) herausgefunden hat, dass bei Denk-Aufgaben Ziele sogar kontraproduktiv sind. Ja richtig, wenn Leute Kopfarbeit leisten und Prämien dafür bekommen ist das Ergebnis schlechter, als wenn sie keinen variablen Anteil bekämen. Bei stupider Arbeit ist es anders, aber kaum einer macht das heute noch.

Aber wie bei vielen anderen Dingen auch, ändert sich nichts, weil viel zu oft die Leute das Sagen haben, die an den Status Quo angepasst sind und folglich selber nichts Neues wollen. Die, die was Neues wollen, kommen in alten Umgebungen nicht an. Das ist aus meiner Sicht auch der Grund, weshalb einerseits etablierte Firmen so oft Schwierigkeiten mit Innovationen haben und andererseits junge Firmen oft automatisch Alte zerstören.

Aber auch wenn ich über Zielvereinbarungen nachdenke, komme ich zu dem Schluss, dass das System grundsätzlich schlecht ist. Nur genau das ist der Punkt, Leute denken nicht über Sachen nach, sondern machen einfach das, was immer schon gemacht wurde und von den Alten eben auch erwartet wird. Das ist wie ein Teufelskreislauf, der fast nur durch konkrete Zerstörung oder Angst durch unmittelbar bevorstehende Zerstörung (siehe Erdöl-Automobilhersteller) unterbrochen werden kann. Was ist also falsch mit Zielvereinbarungen?

Denk-Ziele können nur selten genau genug beschrieben werden. Am Ende des Jahres besteht die Gefahr, dass der Chef nicht mit dem Ergebnis zufrieden ist. Ein solches muss nicht unbedingt existieren und schon gar nicht muss der Chef dieses schon zu Beginn des Jahres überlegt haben. Obwohl er weder eine konkrete Beschreibung abgeliefert hat, noch auf Nachfragen detaillierter werden will. Nach dem Motto: “Der Weg ist Teil des Ziels und damit Mitarbeiter-Aufgabe.”.

Den Zeitraum eines Jahres finde ich viel zu lang. Wenn Dinge nicht dringend sind (Voraussetzung, dass sie so langfristig geplant werden), ändern sich oftmals Themen in der Firma oder Markt, so dass die Erledigung am Ende unnütz sein kann. Dann wird der Mitarbeiter effektiv dafür belohnt, dass er dringende Sachen liegen lässt und unnütze Ziele erledigt. Das ist unsinnig für alle.

Die Ziele erstrecken sich nur auf einen kleinen Teil der Arbeit, meistens wird das als Zusatz auf die normale Arbeit gesehen. Allerdings sollte sich eine Belohnung doch auf die komplette Arbeit beziehen. Oder reicht es, wenn der Hauptteil schlecht erledigt wird und nur der Spezialteil gut? Lieber sollte der Chef detailliertere Aufgabenlisten mit Reihenfolge zur Verfügung stellen, die problemlos abgearbeitet werden können. Das wäre sehr produktiv, zufriedenstellend (weil man nicht im Unklaren nach Aufgaben suchen muss), habe ich aber bisher selten gesehen.

Ich denke allgemein, dass man von einer Motivation des Mitarbeiters ausgehen sollte. Denn wenn ein MA nicht motiviert ist, wird ihn Bonus auf unklar definierte Aufgaben auch nicht aufraffen. Die Idee ist auch oft, dass man ein Dokument unterschreibt und nach einem Jahr ist alles fertig. Aber Arbeit allgemein sollte ein interaktiver Prozess mit vielen Rückmeldungen und Schleifen sein. Nur so kann verhindert werden, dass man nicht auf dem Holzweg ist.

Autos für Selbstfahrer

Offensichtlich ist das Selbstverständnis der traditionellen deutschen Autohersteller bisher gewesen, aktiven Autofahrern Fahrzeuge anzubieten. Kern ist immer ein Mensch, der lenkt und die Verantwortung hat. Dass Leute in der Regel (außer auf der Rennstrecke und beim Freizeit-Heizen auf der Landstraße) nur lenken, weil es technisch bisher nicht anders ging, auf die Idee ist niemand gekommen. Bei Skoda steht (und die Idee kommt sicherlich aus Wolfsburg):

Gemeinsames Merkmal all dieser Helfer: Sie denken, aber sie lenken nicht: Der Fahrer, behält alles jederzeit selbst im Griff. In vielen alltäglichen und auch in nicht ganz so alltäglichen Verkehrssituationen erleichtern diese Systeme das sichere Fahren.

Sie preisen an, dass die Systeme nicht lenken, wie wenn das was Gutes wäre. Und ich denke mir: ihr Gurken, genau das suche ich doch!

Aus den Tiefen meiner Aufgaben-Verwaltung einen noch unveröffentlichten Eintrag vom 24.10.14 exhumiert:

Vodafone wieder als Marketing-Definitions-Reiter: “Mit dem besten Vodafone-Netz aller Zeiten.” Das heißt ja nur, dass das Vodafone-Netz nie besser war, heißt aber nicht, dass sie das beste Netz von allen haben. Genau wie jedes neue iPhone das beste aller Zeiten ist. Alles andere wäre auch unlogisch.

Fossil denkende Menschen können nur ersetzt nicht verwandelt werden [Nachtrag]

Nachdem ich auf Spon die Überschrift “Ziel für 2017 – BMW will 100.000 Elektroautos verkaufen” gelesen habe, dachte ich: Wahnsinn, sie haben in ihren Köpfen doch noch die Kurve gekriegt und die Zeichen der Zeit erkannt.

Dann habe ich mich gefragt, wie sie urplötzlich so viele E-Autos produzieren wollen und Fabriken dafür und für die Batterie-Produktion aus dem Hut zaubern wollen. Die Auflösung kam im Text: Diese Affen machen es genau wie VW und alle anderen deutschen Auto-Fossile, sie definieren einfach Begriffe um. Laut BMW sind auch verbrennungs-elektrisch-hybride Wagen Elektroautos. Am Hintern! Sowas von nicht!

Größenordnungsmäßig wollen sie also weltweit so groß sein, wie nur der Prius nur in den USA. Na Wahnsinn, welche Ambitionen!

Und die echten E-Autos werden bei BMW noch ein paar Jahre auf sich warten lassen, weil die Produktpolitik komplett falsch war. Eine Marke, die seit Jahrzehnten den Käufern predigt: je porno, desto geiler. Und dann kommen sie mit einem futuristischen Rollstuhl (i3) daher und wundern sich, dass die übliche Business-/Pornoauto-Kundschaft kein Interesse hat. Ach nee?!

NACHTRAG: Dann gabs im Text auch noch die alte Leier “der Markt ist nicht da”. Richtig erkannt. Für schlechte Produkte gibt es derzeit keinen Markt. Und in Zukunft bestimmt auch nicht. Für gute allerdings schon. (Und ich meine schlecht nicht technisch, sondern gemessen an dem, was ein Käufer haben möchte. In Deutschland gibt es viele schlechte Produkte, die technisch hervorragend sind. Auch die Sparkassen haben immer wieder vermutlich sehr sichere Produkte wie Geldkarte entwickelt, die unbenutzbar unpraktisch sind. Und weil man aus Fehlern nicht lernt, hat man die komplett ungenutzte Geldkarte dann als NFC-fähige Funktion mit denselben Problemen gebracht. Das sind richtige Anführer in die Zukunft!)

Von Leuten (evtl. solchen, die sich gedanklich nicht vom Erdöl im Straßenverkehr trennen können) wird immer wieder erzählt, dass ja die Batterie-Herstellung so unglaublich energieaufwändig ist und daher ja noch schlechter als die Öl-Brenner. Wieso werden denn nicht im deutschen Norden (nicht im Süden) Batterie-Werke hingestellt, die nach Wind und niedrigem Verbrauch im restlichen Netz den energie-intensiven Teil der Produktion machen? Dann müsste doch mit sehr günstigem und wirklich reichlich vorhandenem Strom günstig und umweltschonend produziert werden können. So wie früher: Produktion direkt an der Energiequelle Wassermühle und ohne Wind mahlt die Windmühle nicht.

Habe mich gerade mal zu Autos informiert und auf einer Seite bei den Verbrauchswerten die Abschnitte “Verbrauch nach Herstellerangaben” und “Tatsächlicher Verbrauch” (auf der Basis von 5 Mio. Nutzer-geloggten km). Das zeigt plakativ das Politik-Versagen in diesem Bereich.

IT-Gesetz für Nutzungsdauer [Nachtrag]

Hallo Bundestag, das Land braucht ein neues Gesetz!

Es ist mittlerweile so, dass massenhaft Geräte am Internet hängen, die keine PCs sind, wo die Besitzer nicht nach Belieben ein aktuelles Betriebssystem aufspielen können. Bei diesen anderen IP-Geräten (Smartphones, Festplatten, Kameras, etc.) kann der Nutzer nur eine neue Software aufspielen, wenn der Hersteller sie anbietet. Die große Internet-Attacke, die letztens Twitter & Co offline geschossen hat, ist wahrscheinlich von solchen Geräten gekommen, deren veraltete Software über Sicherheitslücken gekapert wurde.

Was den meisten Leuten in der Deutlichkeit vermutlich nicht klar ist: die meisten IT-Geräte werden zwar als Hardware für einen einmaligen Preis verkauft, aber im Grunde besteht das Zeug aus drei Dingen: Hardware, Software und Serverdienstleistungen. Beispiel iPhone: wenn Apple sich in Luft auflösen würde und die Server abschaltet, dann könnte man mit dem Gerät praktisch nichts mehr machen. Und selbst wenn man nur den vorinstallierten Browser verwenden würde, irgendwann hat der eine Sicherheitslücke, die geschlossen werden müsste. Eigentlich dürfte man das Gerät dann nicht mehr verwenden, damit es kein wilder Angriffszombie wird. Nur wenn es dann kein Update mehr gibt, ist das iPhone reif für den Müll. Oder aber Apple könnte z. B. sagen, dass nur noch ab iOS 8 Benachrichtigungen und ähnliches verschickt werden, weil die anderen Geräte aus ihrer Sicht zu alt sind. Dann steht man abgesehen von den fehlenden Updates auch blöd da. Besonders bei androiden Smartphones sah es mit Updates in der Vergangenheit extrem schlecht aus.

Also man sieht, dass es für die mögliche Nutzungsdauer entscheidend davon abhängt, wie lange ein Hersteller die Software aktualisiert und die Server anbietet.

Jetzt besteht das Problem, dass man bei Kauf nicht absehen kann, wie lange der Anbieter Laune hat, die Dienste zu liefern. Weiß er vermutlich zu der Zeit auch noch nicht.

Es braucht also ein Gesetz, das den Anbieter zwingt, beim Kauf klar anzuzeigen, wie lange er mindestens Software-Updates und Server-Dienste in vollem Umfang anbieten wird. Nur so ist sichergestellt, dass der Kunde bei Kauf klare Infos erhält, was er erwarten kann. Gibt es das nicht (so wie heute in aller Regel), kauft er die Katze im Sack. Kann sein, dass es gar kein Update gibt oder auch mal 5 Jahre lang.

Ein weiteres Problem ist hier auch noch gar nicht abgedeckt: was ist, wenn der Hersteller ein sicherheitsrelevantes Update nur zusammen mit neuen Funktionen anbietet. Vielleicht mit solchen, die der Kunde gar nicht haben will oder die rechtlichen Bedingungen nicht akzeptieren mag. Beispiel: in iOS 11 ist ein Patch enthalten, der für iOS 10 nicht geliefert wird. Aber gleichzeitig werden mit der neuen Version zwingend neue Benutzerdaten zum Anbieter übertragen. Es werden auch immer wieder Funktionen in neuen Versionen entfernt, wie z. B. bei iOS 10 die Regions-unabhängige Einstellung der Datumsfelder. Mich nervt, dass das fehlt, aber ich kann nichts dagegen machen.

Es müsste also eigentlich sogar die Garantie geben, dass mit demselben Funktionsumfang ein sicherer Betrieb ohne funktionale Änderungen möglich ist.

Oft ist es so, dass der Hersteller ein Downgrade (z. B. von einem installierten iOS 10 auf iOS 9) technisch unterbindet. Da ist sowieso die Frage, ob das überhaupt legal ist. Wenn man das mit dem alten System gekauft hat, kann man nicht mal das neue ausprobieren und wieder zurück gehen, wenn es einem nicht gefällt. Was da über den Nutzungszeitraum auf einen zukommt ist auch vollkommen unklar.

NACHTRAG: Vor allem wird sogar oft vom Hersteller technisch unterbunden, dass man ein Downgrade auf eine alte Software-Version macht. Auf iPhones kann man beispielsweise nicht zurück auf ein altes iOS, das man zusammen mit dem Gerät gekauft hatte. Andererseits ist das dann ja wieder ein System ohne Sicherheitsupdates.

Eventim hat miserable Web-Sicherheit

Das sind bei Eventim bestimmt irgendwelche Grafik-/Webdesigner-Leute, die keine Ahnung von Sicherheit haben und/oder Chefs, die keinen Durchblick haben und die Funktionen nicht entwickeln lassen. Das war Anfang der 00er-Jahre noch OK. Aber heute kann man solch unsichere Systeme nicht mehr bringen. Das hier habe ich diesen unprofessionellen Leuten gerade geschrieben:

Auf die Sicherheit der Webseite wird bei Eventim offensichtlich nicht besonders Wert gelegt.

Diese Dinge sind sehr schlechte Techniken und sollten bei einer professionellen Seite niemals vorkommen:
– Passwort kann auf eingeloggter Seite geändert werden, ohne dass das alte Passwort benötigt wird
– Wenn man das Passwort zurücksetzt, erhält man ein neues per EMail. Wo gibts denn sowas? Da gehört eine Weiterleitung per Link hin, so dass der Nutzer auf der Webseite ein neues setzen kann.
– Bestimmt wird das Passwort serverseitig entweder im Klartext oder verschlüsselt (kann entschlüsselt werden) gespeichert. Richtig ist es, das Passwort als Hash mit Salt (am besten mit vielen Iterationen) abzulegen

Was soll dieser Mist, dass Tesla in Deutschland ganz angepasst an den Status Quo nur Sommerreifen und zusätzlich optional Winterreifen auf Felgen anbietet, während in den USA auf allen Felgen Ganzjahresreifen ausgeliefert werden. Wann hört dieser Wechsel-Unsinn endlich auf?

Wieso stellt McDonald’s eigentlich diese Bestell-Automaten auf? Die Leute, die sich trauen sowas zu benutzen, haben garantiert alle auch Smartphones und könnten per App bestellen und mit PayPal oder Kreditkarte bezahlen. Das wäre noch schneller, einfacher, bequemer und günstiger für die Firma.

Was passiert eigentlich, wenn beim iPhone-Sync “Copying diagnostic information” steht? Da werden doch bestimmt Überwachungsinformationen (wie das Bewegungsprofil) übertragen und später an Apple verschickt.

Es wäre vielleicht sinnvoll, wenn auf Supermarkt-Kassenzetteln nicht nur die Preise, sondern auch die Kalorien stehen würden. Summe des Einkaufs: €31/17.000 kcal

Die Deutsche Post hat 2015 450 Mio. L Kraftstoff für Landtransporte verbraucht. Das ist ein Würfel mit einer Seitenlänge von 766 m. Da wundert mich überhaupt nicht, dass das Klima ruiniert wird, wenn dieser Bruchteil des Gesamtverbrauchs schon so gigantischen Mengen entspricht.

Frankfurter Stadtverwaltung priorisiert falsch

Es gibt derzeit ein schönes Beispiel, an dem man – wie ich finde – wunderbar sehen kann, wie die Frankfurter Stadtverwaltung funktioniert. Sie tun nämlich nicht die Dinge, die möglichst vielen Bürgern helfen, sondern arbeiten gerne an ihren eigenen persönlich interessanten Hobby-Projekten (engl.: pet project).

Da gibt es in Frankfurt weiterhin keinen Fernbus-Bahnhof, obwohl z.B. Berlin, München, Düsseldorf, Dormund, Straßburg soetwas wunderbar schaffen. Die Folge ist, dass rund um den Hauptbahnhof Busse am Bürgersteig herumstehen und alles voll ist mit wartenden Passagieren. Die blockieren den Weg, laden mit dem Hintern auf der Straße ihr Gepäck ein. Es ist indiskutabel kompliziert den passenden Abfahrtplatz zu finden und allgemein komplett chaotisch.

Anstatt daran etwas zu verbessern, kümmert sich die Stadt direkt neben den Bussen um ein Fahrrad-Parkhaus (FAZ). Das ist da dick und fett hingebaut worden, wurde von einem Stadt-Heini eröffnet und wurde als ich mir das mal angesehen habe von niemandem genutzt, vielleicht weil dem Aggro-Radfahrer die tägliche Gebühr von €1 zu teuer ist. Da wurde also die Arbeits- und Planungsleistung der Stadt komplett ineffizient genutzt, für Dinge die kein Mensch braucht und die dem “Kunden” der Stadtverwaltung, dem Bürger, nichts nutzen. Das nennt man üblicherweise Geldverschwendung.

Man kann ja ein Fahrrad-Parkhaus einrichten, aber nicht bevor es einen Bus-Bahnhof gibt. Es müssen die Dinge zuerst gemacht werden, die den größten Nutzen pro Aufwandseinheit bringen. Es wird immer von Vernetzung geredet, aber es gibt außer der S-Bahn keine Öffis (Busse oder U-Bahn), die von Frankfurt bis Eschborn zu den massenhaften Büros durchfahren. Das bedeutet, dass es von Frankfurt viel länger als nötig dauert. Und es passiert seit Jahrzehnten: nichts. Dafür wurde das Hobby-Projekt U9 in Betrieb genommen, eine Linie, wo nie jemand in der Bahn sitzt. Was ja im Grunde auch vorher schon angeblichen Profis hätte klar sein müssen, denn wer will schon von Ginnheim nach Nieder-Eschbach fahren. Und genau da kommt das Pet Project wieder ins Spiel, denn da ist Sinn und Nutzen nicht relevant.

Eine Drucker brauche ich eigentlich nur noch, um Paket-Etiketten für eBay-Verkäufe, Bahn-/Buskarten (teilweise funktioniert das noch nicht bequem in Apps, teilweise schon) und Konzert-Karten (die wollen sie immer ausgedruckt haben). Also alles Zeug, wo ich nur per Zeichenfolge, in einem Code maschinenlesbar gespeichert, nachweise, dass ich online etwas gekauft habe. Beim Paket macht das ja Sinn, weil es keinen Smartphone-Bildschirm außen eingebaut hat. Bei allem anderen ist es unnötig und altmodisch.

Im Moment verwenden die Engländer noch “Kontinent” und “Europa” analog und meinen alles jenseits des Kanals. Vielleicht gibts ja bald im englischen Norden eine Land-Grenze zu Europa.

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