Grande Ölpest

Das ist ja völlig unglaublich, morgens kommen BP-Manager auf die Deepwater Horizon, um die Mitarbeiter dort für die gute Sicherheit zu ehren. Mittags entscheidet BP ein nicht komplett dicht versiegeltes Bohrloch nicht weiter abzudichten und das Bohrrohr abzuziehen. Abends, während die BP-Manager noch an Bord sind, gibt es die erste Explosion, die Katastrophe beginnt. Zwei Tage später sinkt die Plattform anlässlich des 40. Earth Day und das Öl fängt an ins Meer zu laufen (Spiegel-Chronologie).

Das sind doch unglaubliche Verbrecher, bei einer solchen Arbeit überhaupt nicht auf die Sicherheit zu achten. Wie viele verschiedene sicherheitsrelevante Dinge missachtet wurden, liest sich auch in der Zeitleiste. Zur Verbrecher-Liste kann man von den 3 beteiligten Firmen zumindest BP zählen, dann noch die US-Organisationen, die bei der Genehmigung und Kontrolle versagt haben und zuletzt noch die Republikaner, die gerade ein Gesetz blockiert haben, dass die Unfall-Haftung der Ölgesellschaften bei 75 Mio. USD deckelt (FTD).

BP scheint auch bei den Mengen des auslaufenden Öls viel zu geringe Mengen anzusetzen. Wenn man die Mengen-Berechnung von Wissenschaftlern zu Grunde legt, ist das schon jetzt die größte in den USA jemals dagewesene Ölpest (Die Zeit). Selbst auf CNN habe ich vergangenen Donnerstag einen Wissenschaftler gehört, der gesagt hat, man soll endlich aufhören, die völlig falschen Zahlen von 5.000 Barrel/800.000 Liter pro Tag zu verwenden. Und das Öl läuft fleißig weiter.

Mal ganz im Ernst, die haben doch auch einen Monat später noch keinerlei Plan die Löcher zuzubekommen. Wenn das so weiter geht, ist das Bohrloch an Weihnachten noch nicht geschlossen.

Und wers noch nicht kennt, sollte dringend noch ein Sicherheitsvideo ansehen, das auf eben der gesunkenen Plattform gedreht wurde und die Huffington Post freundlicherweise noch anbietet, da es die beteiligten Firmen aus den Internets raus genommen haben. Vielleicht streckt im Video noch einer der später unnötigerweise mitexplodierten Mitarbeiter fröhlich seine Hände in die Luft.

Web-Unternehmen und Mentalität

Das ist schon genial, erst sitze ich im Saal und höre mit die Keynotes an, u.a. von Tim O’Reilly (siehe obiges Foto). Direkt danach gehe ich raus und lese Minuten später einen beim Spiegel verlinkten Manager-Magazin-Artikel (Die Welt ist nicht genug) in dem auch ebendieser Tim vorkommt.

Allerdings muss ich sagen, dass der Autor so ganz den Durchblick auch nicht hat. Wahrscheinlich war er auch nicht hier im Konferenz-Zentrum Moscone West. Er malt einfach sehr schwarz. Für den Nutzer/Kunden ist die schöpferische Zerstörung in der Wirtschaft nämlich gut, weil es komplett neue Dinge gibt und alte billiger verfügbar werden. Zumindest hab ich sowas noch aus der VWL-Vorlesung in Erinnerung. Journalisten sehen nach meinem Gefühl die Dinge immer nur richtig, wenn sie selbst nicht mit in einem Thema drin hängen. Sobald ihre Branche oder gar ihr persönliches Auskommen betroffen sind, schreiben sie Sachen, die in der Gesamt-Betrachtung nicht stimmen. Besonders ist das in letzter Zeit natürlich bei der Berichterstattung über das Internet der Fall, weil dort viele Innovationen schnell potentiell den Papier-Journalisten auf die Pelle rücken können.

Ein ganz anderes Thema ist, dass Deutschland oder Europa bei der schöpferischen Zerstörung sich vor allem auf das zerstört Werden und weniger auf das Schöpfen beschränkt. Ich denke auch, dass es große deutsche oder europäische Internet-Firmen geben sollte. Nur das Problem fängt ja bei der Mentalität des Jammerns an. Der Vorteil davon: man spricht Probleme direkt an. Der Nachteil: man macht nichts dagegen, jammern reicht. Die USA sind da optimistischer, das ist allgemein bekannt. Das wiederum ist zwar gut für die Firmen-Gründungen, aber schlecht, um Probleme in Politik und System zu beheben. Es wiederspricht nämlich der Mentalität/Höflichkeit zu sagen, dass und was Mist ist. Anstatt zu sagen “das ist völliger Scheiß” sagt man (wie Tim heute morgen): “Ich bin mir nicht sicher, ob das die richtige Richtung ist, in die wir gehen sollten.”.

Das mit der großen europäischen Internet-Firma ist schon länger in der Diskussion und es passiert rein gar nichts. Das ist genau das selbe wie mit der europäischen Rating-Agentur. Beides sinnvolle Ideen, die man besonders in Frankreich mag, wo ja der Staat viel mehr in die Wirtschaft eingreift als in Deutschland. Nur wo sind die beiden Organisationen denn jetzt, ich sehe nix davon.

Die oben beschriebene nicht-ansprechen-Mentalität wiederum verursacht vielleicht mit, dass in den USA kaum Einer Nachrichtenmagazine liest/kauft. Gestern musste ich in der Borders-Buchhandlung am Union Square feststellen, dass es zu praktisch allen Themen mehr Auswahl gibt, als zu Nachrichten: Waffen, Geländewagen, Musik, Frauen-Unterhaltung, Bodybuilding, und zig Bereichen mehr. Es ist schon klar, dass die Unterhaltung in dem Land völlig unschlagbar ist, aber ein Wenig Nachrichten können doch nicht schaden. Das Einzige der Titelseite nach wirklich ernsthafte Nachrichten-Magazin war “The Economist”. Und das Ding kommt eigentlich aus London. Auf dem Titel war die Akropolis mit darüber schwebenden Kampfhubschraubern zu sehen und eine Merkel, die in einen Kampfanzug retuschiert wurde. Time und Newsweek haben auf mich doch mehr den Eindruck der gehobenen Unterhaltung gemacht. Und fast schon in die Richtung der einfachen Unterhaltung geht mittlerweile auch CNN sehr erfolgreich, sonst würde es nicht so Seiten geben wir WTFCNN. Dort werden die CNN-Webseite und Nachrichtenseiten aus anderen Ländern nebeneinander gehalten. So kann man sehen, dass oft wenn es wirklich wichtige Welt-Nachrichten, bei CNN irgendwelche Unterhaltung mit Tiger Woods, Lady Gaga oder Lindsey Lohan oben steht.

Mittlerweile komme ich mir fast schon wie ein Web-2.0-Groupie vor. Denn heute morgen hat auch Stewart Butterfield auf der Bühne sein neues Online-Spiel vorgestellt. Mit ihm ist auf der Cebit dieses Jahr das witzige wie-asiatische-Mädels-Foto entstanden (Netzlog-Eintrag).

Tag 2-4

Jetzt ist die Web 2.0 Expo schon gelaufen. Es gab wieder viele interessante Dinge, besonders ein Teil der Keynotes war sehr gut. Hier mal ein kleines Log, was ich gesehen habe. Der beste Titel von allen ist wahrscheinlich: Chief Cheezburger.

Tag 2

Keynotes:

Welcome
Sarah Milstein, UBM Techweb
Brady Forrest, O’Reilly Media

Becoming One with Internet Culture
Ben Huh, Chief Cheezburger, I Can Has Cheezburger

Making Social More Fun + More People + More Engaged
Lili Cheng, General Manager, Microsoft FUSE Labs

A Conversation with Paul Buchheit
Sarah Milstein
Paul Buchheit, Founder, FriendFeed

Ideas Worth Spreading: TED’s Transition from Conference to Platform
June Cohen, Executive Producer, TED

The Lean Startup: Innovation Through Experimentation. Not Just for Startups Anymore
Eric Ries, Co-Founder+CTO, IMVU, Author of Lessons Learned, Venture Advisor

Breaking Barriers with Sound
Ge Wang, Assistant Professor, Stanford University; Co-founder+CTO+Chief Creative Officer, Smule

Tag 3

Keynotes:

Welcome
Sarah Milstein
Brady Forrest

Parrot AR.Drone: Where Web, Mobile, Gaming and Reality Converge
Christian Coly, VP Sales North America, Parrot

You May Already Be A Winner
Erin McKean, CEO, Wordnik

The Facebook Era
Clara Shih, Founder, Hearsay Labs; Author, The Facebook Era

A Conversation with Kevin Lynch
Kevin Lynch, CTO+SVP Experience & Technology Organization, Adobe Systems
Brady Forrest

Disruptors: eCommerce
Charlie Kim, CEO, Chairmanm Founder, Next Jump
Jen Bekman, Founder, 20×200
Rebecca Thorman, PR & Communications Manager, Alice.com

Work Wants to be Social: 5 Things we have Learnt from SlideShare
Rashmi Sinha, CEO, Co-Founder, Slideshare

The Search Platform: Friend Or Vampire?
Danni Sullivan, Editor in Chief, Search Engine Land

Birds of a Feather Session:

FREE Admission To a Topic About FREE With a FREE Exchange of
Ideas
Kristin Oberhaus, Product Manager, W3i

Tag 4

Keynotes:

Welcome
Sarah Milstein
Brady Forrest

State of the Internet Operating System
Tim O’Reilly, CEO, Founder, O’Reilly Media

A Web Nerd’s Approach to Building a Massively-Multiplayer Game
Stewart Butterfield, President, Co-Founder, Tiny Speck
Cal Henderson, VP of Engineering for Tiny Speck

A Data-driven Look at the Real-time Web Ecosystem
Hilary Mason, Lead Scientist, bit.ly

Triage and Capture: Rethinking Mobile Email
Jeff Pierce, Manager Mobile Computer Research Group, IBM Research – Almaden

HTML5 and The Future of Publishing
Jared Friedman, CTO, Co-Founder, Scribd

Days of Future Past
Steve Blank, Stanford/Berkeley/Columbia

Web 2.0 Expo

Der erste Tag im Moscone West ist um. Bei 2 je 3-stündigen Workshops war ich dabei.

Laws of User Experience (UX): Making It, or Breaking It, with the “UX Factor”
Vortrag: Anthony Franco (Co-Founder, President EffectiveUI)
Panel: Kelly Goto (Principal, Founder Gotomedia), Christopher Bevel (User Experience Specialist, FedEx Services), Adam Burrell (Sr. Innovations Technologist, Delivery Channel, Navy Federal Credit Union), Paul Levine (SVP, Corporate Strategy, Development and Interactive Platforms, National Geographic)
Vortrag: Kelly Goto

Tools for Data Visualization
Vortrag: Toby Segaran (Data Magnate, Metaweb), Jesper Andersen (Product Manager for Data and Econometrics, Trulia.com)

Das ist wirklich Information aus allererster Hand. Das sind die Leute, die Bücher schreiben und mitten drin sind. Das Publikum kommt von überall her. Beim Mittagessen waren am Tisch noch ein Engländer, ein Schwede, ein Texaner und eine Polin aus New York.

Danach habe ich zufälligerweise noch den Gründer und einen Biz-Dev von Smeet getroffen, einer Firma aus Berlin vom Hackeschen Markt, die eine online-Welt anbieten. Allgemein haut Berlin hier auf der Web 2.0 Expo ziemlich die Trommel (Presse-Mitteilung) und ist mit Vertretern einiger Start-Ups da. Das ist bestimmt keine schlechte Sache, allerdings muss man auch schauen, wie erfolgreich das werden kann. Erfolg wäre wünschenswert und genial und man sollte es versuchen, aber das erinnert mich an einen Satz von der Geschäftsführerin von Le CroBag, den Back-Läden, die besonders in deutschen Bahnhöfen vertreten sind. Es ging darum, ob man in Frankreich Filialen aufmachen will.

Die Franzosen warten wirklich nicht darauf, dass ein Deutscher ihnen Croissants verkauft.

Ziemlich sicher ist aber doch, dass eine europäische Firma sich viel besser auf einen anderen nicht-US-Markt einstellen kann, als eine US-Firma das kann. Soll heißen, dass eine deutsche Firma vielleicht anpassungsfähiger ist, um in Spanien Fuß zu fassen, verglichen mit einer US-Firma, wo kaum ein Mitarbeiter jemals das Land verlassen hat.

Zeugs

Bei NASA AMES Exploration Center relativ dicht neben Google gibt’s im Museum echtes Mond-Gestein zu sehen.

Netflix ist ein großer Internet-DVD-Verleiher.

Das hier war früher mal die Zentrale von 3dfx, einer Firma, der wichtigsten Firma für 3D-Grafikkarten. Irgendwann sind sie dann eingegangen. Die Adresse ist 4435 Fortran Drive, San Jose.

Dann wollte ich mich auf die Suche nach den Google Goats machen. Allerdings haben sie die Ziegen wohl nur vorübergehend auf dem Feld gehabt. (Mashable: Google Goats Return to Lawn Mowing Duty in Mountain View)

Dafür haben da zwei neue Kamera-Autos herumgestanden. Zumindest sehen die anders aus, als die bisherigen. Mal sehen, was da so Neues passiert.

Das hier ist 650 Castro Street in Mountain View. Dort hat die Mozilla Foundation ihre Adresse.

Ein 3er Touring, habe ich bisher in den USA noch nicht gesehen. Der hier hat unter dem CA-Kennzeichen noch eins aus München, ist vielleicht ein Test-Wagen.

Das deutsche Autos einen guten Ruf haben kann man an diversen Händlern oder Werkstätten sehen. Da gibts auch noch Autobarn oder Rennwerks.

Und hier noch ein militärischer Friedhof, Golden Gate National Cemetery. Da sind deutlich über 100.000 Gräber. Man kann sogar mit dem Auto auf diesem Friedhof herum fahren.

Und auch das Computer History Museum (1401 N. Shoreline Boulevard, Mountain View) ist immer wieder einen Besuch wert. Hier nochmal der halbe IBM Deep Blue und ein Cray-1.



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Jeep Wrangler Unlimited X

Diesmal bewege ich mich für knapp 48 Stunden durch die Gegend mit einem Jeep Wrangler Unlimited X. Das Ding hat einen 3,8L V6, zieht zu Beginn ganz ordentlich an, aber später gar nicht mehr. Er ist sehr weich gefedert, man könnte seekrank werden. So muss ein amerikanisches Auto aber sein. Außerdem weiche Sitze und natürlich Automatik. Unglaublich ist allerdings, dass die Türen nicht diese Metall-Verbindung zum Gefährt haben, so dass sie von alleine in 2 Positionen offen bleiben. Da sind nur Drähte, so dass sie nicht 180° weit aufgehen, aber sie bleiben nicht offen stehen. Sowas lästiges. Was aber wieder gut ist, dass man das Dach abnehmen kann. Einmal den Teil über den beiden vorderen Sitzen und dan den ganzen Rest. Ich habe das vorne mal abgebaut und nach einer Stunde fahren schon beinahe einen Sonnenbrand gehabt.

Soeinen mal über ein WE zu fahren ist toll. Für diese Zeit €99 inklusive einem Tank Sprit zu zahlen ist genial.

Meilen Start: 30.262
Meilen Ende: 30.564
Differenz in km:  486

Wenn es einen rustikalen deutschen Kollegen für den Wrangler geben sollte, dann wäre das wohl der G. Hatte zufällig sogar hinter einem geparkt, das muss man festhalten.

Stanford

In der letzten Zeit sind ein paar Artikel zum “Aufarbeiten” der letzten Kalifornien-Tour gekommen. Aber dieser hier ist frisch. Ich bin endlich wieder mal da! Es ist einfach so faszinierend, dass es gar nicht anders geht. Hauptsächlich stehen 2 Dinge an: die Web 2.0 Expo (meine 3te, nach einmal Berlin und dann San Francisco) und meinem ehemaligen Mitbewohner aus Berlin besuchen. Er macht digitales Zeug am Rechner für Filme und hat bei Iron Man 2 mitgearbeitet, kommt ja die Tage in die Kinos.

Stanford, die Uni ist einfach krass. Diesmal hab ichs auch auf den Turm dort (Hoover Tower, der im 2ten Bild) geschafft. Der war letztes Mal nämlich geschlossen. Merkel ist ja letztens auch dort über den Hof der Uni gelaufen, so wie es aussieht (siehe Spiegel-Foto) genau durch das Tor, auch auf meinem 2ten Bild.

Warum ist die Uni so besonders? Ehemalige Studenten haben u.a. folgende Firmen gegründet:

  • Hewlett-Packard
  • Electronic Arts
  • Sun Microsystems
  • Nvidia
  • Yahoo!
  • Cisco Systems
  • Silicon Graphics
  • Google

Falls ich das noch nicht geschrieben habe, es ist wichtig zu wissen: Das Motto von Stanford lautet “Die Luft der Freiheit weht”. Das ist nicht übersetzt, sondern original so, siehe Logo!

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Da hab ich gestern Nacht mal ausgerechnet, wieviel mir von meinen paar eBay-Verkäufen nach Abzug von Auktionsgebühr und PayPal-Kosten so übrig geblieben sind. Stellt sich raus, dass auf der eBay-Rechnung die Summer der Einzelposten nicht der Rechnungssumme entspricht. Es ist zwar nur 1 ct Unterschied, aber das kann ja trotzdem auch nicht sein, dass das System nicht korrekt rechnet. Haben sie mir zuviel abgebucht.

Netzlog wird 6 [Nachtrag]

Heute hat dieses Netzlog hier bereits seinen 6ten Geburtstag!

Dieses hier ist zufälligerweise auch der 1.200te veröffentlichte Eintrag, die 171 Mini-Einträge mitgezählt.

NACHTRAG: Stimmt gar nicht, das Netzlog hat erst am 28.4. seinen 6. Geburtstag. Naja gut, dann halt so.

Da frage ich mich doch, ob unsere Datenschützer wirklich auf dem neuesten Stand sind. Jetzt ist der Aufschrei groß, dass Google die WLAN-Nummern im Land scannt. Dabei gibts die Funktion schon mehr als 2 Jahre bereits produktiv in Geräten! Davon bekommen sie nichts mit? Es muss wohl erst Google drauf stehen, damit etwas böse wird. Die “WiFi Triangulation” konnte mein früher iPod touch auch und hat damals in Frankfurt nur per WLAN meine Position bestimmt.

KV

Jetzt bin ich endlich die KKH-Allianz sogut wie los. Das ist ein unsympatischer Laden, haben rückwirkend über die Erhebung des Zusatzbeitrags informiert. Etwa am 7.3. kommt ein Brief nach dem Motto: “Ach übrigens, seit 1.3. gibts den Zusatzbeitrag. Der wird dann bald fällig.” Frechheit sowas. Gleich gekündigt. Und dann haben sie mir meine Kündigungsbestätigung erst 3 Wochen nach der Kündigung zugeschickt. Und das obwohl das Gesetz sagt, dass das spätestens nach 2 Wochen passiert sein muss.

Das ist wohl so passiert, weil die immer nochmal vorher das Mitglied anrufen und bekehren wollen. Bei mir hat aber trotz korrekter Handy-Nummer niemals jemand angerufen. Als dann die Zeit total überzogen war, haben sie dann die Bestätigung verschickt. Die geht los mit: “vielen Dank für das freundliche Gespräch”. Das war das, das nie statt gefunden hat. “Ja bitte, immer wieder gern.” Ich hatte telefonisch nachgefragt, wo das Dokument bleibt und musste mich auf Berlinerisch anmaulen lassen, weil deren Zuteilung von Anrufen auf der einheitlichen Hotline auf die einzelnen Büros nicht funktioniert und man bei nicht-zuständigen Büros ankommt. Und im Umschlag gabs noch einiges Papier, um die Kündigung rückgängig machen zu können und sich doch umzuentscheiden. Erstmal kein Bedarf, danke.

Die neue Krankenkasse heißt BKK ALP plus, hat aktuell keinen Zusatzbeitrag und kommt aus der Nähe von Aachen. Die sind der Nachfolger der Krankenkasse der ältesten noch in Betrieb befindlichen Industrie-Firma in Deutschland: William Prym. Was auch immer die machen. Die haben sich dann 1884 um eine Krankenversicherung für die Mitarbeiter gekümmert. Die Firma ist aber wohl viel älter. Das ist unglaublich.

Bisher habe ich dort 2x angerufen und beide Male sehr zuvorkommend. Das sollte natürlich auch so sein. Sie haben mich sogar einfach so darauf hingewiesen, dass ich auch ein Nicht-Mitlied als Werber eintragen kann, obwohl ich das gar nicht nachgefragt habe. Also Freundin, die überweisen dir jetzt €20.

  • KKH-Allianz: 2.050.000 Versicherte, ein großer Koloss
  • BKK ALP plus: 116.000 Versicherte, ein kleiner fast schon persönlicher Laden
  • Volksbank Mittelhessen (größte Volksbank in Deutschland nach Mitgliedern, zum Vergleich): 525.000 Mitglieder und Kunden

Der Vorläufer dieser genossenschaftlichen Bank in Hessen ist übrigens 1858 gegründet worden. Für mich hat die Geschichte von Deutschland eigentlich immer erst nach dem 2. WK angefangen. Aber manches Zeug ist einfach viel älter.

Meine neue kleine Kasse ist zwar telefonisch nur zu den engen Bürozeiten erreichbar. Die KKH-Allianz hat zwar eine 24h-Hotline, aber die kann außerhalb der Bürozeiten gar nichts. Da sind vermutlich in einem Callcenter irgendwelche Leute dran, die sonst auch mal DSL-Anschlüsse verkaufen. Jedenfalls konnten sie mir bei einem Anruf nach Mitternacht und bei einem anderen abendlichen Telefonat nichts anbieten, außer einen Rückruf im System zu beauftragen. Super, das kann ich übers Web auch selber veranstalten.

Diese Stadt (Berlin) ist so kaputt. Habe letztens von einem gehört, dem die angebundenen Hunde am Eingang geklaut worden sind, als er im Supermarkt eingekauft hat.

Keine Ahnung worans liegt, aber die Informationsflut, die ich mir aufhalse, macht mir langsam zu schaffen.

Meine Bank (1822direkt) formuliert im Preisverzeichnis: Geldautomat im Ausland (max. Abhebung €500) kostet 1%, mindestens jedoch €5. Eine Hotline-Mitarbeiterin hat mich darauf aufmerksam gemacht: Abheben kostet also immer €5 und nie 1%, außer bei €500, wo zufällig 1% den €5 entsprechen.

Wusste gar nicht, dass Zucker so viele Namen hat. Auf dem einen Müsli-Riegel hier ist u.a. drin: Glukosesirup, Glukose-Fruktose-Sirup, Fruktose-Glukose-Sirup, Zucker, brauner Zucker, Karamellzuckersirup. Und dann hat der Schokoladen-Anteil auch noch separat “Zucker” drin. Wieviel Prozent die Summe der Zucker-Sorten vom Gesamt-Gewicht ist, weiß man nicht.

Habe eben zum ersten Mal etwas mobil gekauft. Es war mit dem iPhone-Prog von Amazon ein iPod-Zigarettenanzünder-Kabel von Belkin. Wieso gibts in Autos eigentlich keine kleineren Strom-Stecker, USB würde ja schon reichen.

Philips Living Colors dual [Nachtrag]

Vor einen Jahr bereits habe ich eine Philips Living Colors geschenkt bekommen. Das ist eine LED-Lampe, die angeblich Millionen unterschiedliche Farben kann und eine Fernbedienung mit Farbkreis hat. Dieses vergangene Weihnachten habe ich mir eine zweite Lampe schenken lassen. Jetzt sind beide zusammen geschaltet, sozusagen als Licht-Cluster. Außerdem sind beide Fernbedienungen, die sonst jeweils für eine Lampe zuständig waren, nun für beide zuständig. Jetzt kann man von Tisch und Tür aus mit jeweils einer FB beide Lampen steuern, die in zwei Ecken des Zimmers stehen. Außerdem reicht die Stärke als “Stimmungslicht” aus. Wenn ich irgendwann mal aufräumen würde, würden sie vielleicht auch Stimmung verbreiten, aber so beleuchten sie halt das Chaos.

NACHTRAG: Vom Einsatz auf meiner Geburtstagsparty gibts Fotos im Netzlog-Eintrag.

Seit Jack Wolfskin bei der Bundesliga Werbung macht, ist die Marke für mich ziemlich gestorben.

Geniale Idee, von der ich gerade gehört habe: hybrides Fahrrad, das beim Bremsen den Akku auflädt.

Ich hätte mal Lust auf Kart-Fahren auf einem Stadtkurs.

Liegt hier ein Benachrichtigungsschein der Post im Briefkasten, dass die Büchersendung nicht zugestellt wurde, weil “kein Platz in den Taschen” war. Was ist das denn für ein Saftladen? Das ist doch nicht mein Problem!

Kurzes Video von Zetsche auf der HV. Da warn wir dabei.

Es waren zwar noch etwa 5.000 weitere Aktionäre da, aber nur noch 2 weitere (zu meinem) 50er-Roller vorm Eingang.

Gerade: Daimler HV im ICC. Zetsche spricht. (HV = Hauptversammlung der Aktionäre)

Einstreuen, einpflegen und eintüten sind mal ein paar komische Büro-Wörter.

Per PayPal und eBay zu verkaufen ist ja richtig teuer. Da bleibt nach Abzügen fast nichts mehr übrig. eBay alleine nimmt bei kleinen Verkäufen schon fast 10%. wenn man alles miteinrechnet.

Habe eben zum ersten Mal die iPhone-App von eBay verwendet, um beim Auslaufen einer meiner Auktionen zuzuschauen. Das ist richtig spannend. Die Uhr zählt sekundenweise runter und das Geld zählt (hoffentlich) hoch. Das passiert alles automatisch und ohne manuelles Neu-Laden-Klicken. Echtzeit.

Hadoop Get Together 2

Weil man ja zu nichts kommt, verspäten sich die Einträge ziemlich. Am 10.03.10 war ich zum 2ten Mal (Netzlog-Eintrag der Nr 1) beim Hadoop Get Together im Newthinking Store.

Es gab wieder einige sehr gute Vorträge in englischer Sprache:

Dragan Milosevic (zanox): Product Search and Reporting powered by Hadoop

Bob Schulze (eCircle): Database and Table Design Tips with HBase

Chris Male (JTeam): Spatial Search

Die Vorträge sind bei Vimeo online, die Google-Suche findet sie.

Fritz Musictours Berlin

Gestern haben wir bei der Musiktour in Berlin vom Radiosender Fritz mitgemacht. Die wird gemacht von Thielo Schmied (der von der Grafik mit dem Ziegenbart), genialer Typ der wirklich viele Details kennt. Teilweise ist er mit einem großen Reisebus unterwegs oder wie gestern mit eine T4.

Die erste Station war das Adlon und wo Michael Jackson das Kind aus dem Fenster gehalten hat. Die für mich wichtigste Station waren die Hansa-Tonstudios wo auch U2 ein Album aufgenommen haben. Die letzte Station war dann von der Siegessäule zum Brandenburger Tor zurück. Dort ging ja auch die Loveparade lang. Es ging natürlich auch um das Hin und Her mit der Demonstration (oder eben nicht). Und daraus habe ich jetzt eine neue kleine Theorie, die man nicht nur bei der Loveparade, sondern auch anderen Dingen sehen kann.

Die Theorie lautet, dass sich viele der ganz ungewöhnlichen und besonderen Elemente in Berlin erst entwickeln konnten, weil es nach der Wende ein riesiges Vakuum an Flächen, Gebäuden und Regeln gab. Das ist nämlich der vielleicht wichtigste Unterschied zu Frankfurt oder Köln. Und jetzt ist man (und das Geld) sehr eifrig dabei, genau diesen Nährboden langsam aber gründlich unfruchtbar zu machen. Gut ist natürlich, dass sich daraus bereits viel entwickeln konnte. Schade ist trotzdem, dass das in Zukunft immer weniger möglich sein wird.

In der Grundschule habe wir mit “Wer hat Angst vorm schwarzen Mann” (Niemand. Und wenn er kommt, dann laufen wir.) fangen gespielt. Schon unglaublich der Titel. Das müsste doch heute eigentlich einen korrekten Namen haben.

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Name: Dietrich N

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  • Cat: Nein, Ali D ist nicht der kleine Bruder von Ali G. Ich meinte natürlich Aldi. :)
  • Cat: Also bei Alid nehm’ ich immer die mit Reifegrad 4. Wobie bei der Hitze in den letzten Tagen Farbstufe 2...
  • Ike: Dann baut man mehr in die Länge. Aber weniger Platz ist schon schlecht, stimmt. Das hätte man anders haben...
  • dan: In München haben die Bahnen einen Abstand von 2300 m, in Berlin sinds nur 1900 m. Da ist also zwischendrin...
  • Ike: Meinst du jetzt neue Startbahnen oder neue Terminals? Weil der Münchener Flughafen ja nach demselben Muster...
  • Cat: Und wenn man ganz genau hinguckt, sieht man meinen Bruder hinter einer der Schreiben an seinem Schreibtisch...
  • Cat: Die alte Fummeltrine…
  • Lily: Halt ne coole Stadt
  • Ike: Die beiden scheinen sich lieb zu haben.
  • dan3k5: Die Auflösung, tada!: Vielleicht siehts am Siemensdamm auch so aus, weiß ich nicht. Aber das Foto stammt...
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