Was passiert eigentlich, wenn beim iPhone-Sync “Copying diagnostic information” steht? Da werden doch bestimmt Überwachungsinformationen (wie das Bewegungsprofil) übertragen und später an Apple verschickt.

Es wäre vielleicht sinnvoll, wenn auf Supermarkt-Kassenzetteln nicht nur die Preise, sondern auch die Kalorien stehen würden. Summe des Einkaufs: €31/17.000 kcal

Die Deutsche Post hat 2015 450 Mio. L Kraftstoff für Landtransporte verbraucht. Das ist ein Würfel mit einer Seitenlänge von 766 m. Da wundert mich überhaupt nicht, dass das Klima ruiniert wird, wenn dieser Bruchteil des Gesamtverbrauchs schon so gigantischen Mengen entspricht.

Frankfurter Stadtverwaltung priorisiert falsch

Es gibt derzeit ein schönes Beispiel, an dem man – wie ich finde – wunderbar sehen kann, wie die Frankfurter Stadtverwaltung funktioniert. Sie tun nämlich nicht die Dinge, die möglichst vielen Bürgern helfen, sondern arbeiten gerne an ihren eigenen persönlich interessanten Hobby-Projekten (engl.: pet project).

Da gibt es in Frankfurt weiterhin keinen Fernbus-Bahnhof, obwohl z.B. Berlin, München, Düsseldorf, Dormund, Straßburg soetwas wunderbar schaffen. Die Folge ist, dass rund um den Hauptbahnhof Busse am Bürgersteig herumstehen und alles voll ist mit wartenden Passagieren. Die blockieren den Weg, laden mit dem Hintern auf der Straße ihr Gepäck ein. Es ist indiskutabel kompliziert den passenden Abfahrtplatz zu finden und allgemein komplett chaotisch.

Anstatt daran etwas zu verbessern, kümmert sich die Stadt direkt neben den Bussen um ein Fahrrad-Parkhaus (FAZ). Das ist da dick und fett hingebaut worden, wurde von einem Stadt-Heini eröffnet und wurde als ich mir das mal angesehen habe von niemandem genutzt, vielleicht weil dem Aggro-Radfahrer die tägliche Gebühr von €1 zu teuer ist. Da wurde also die Arbeits- und Planungsleistung der Stadt komplett ineffizient genutzt, für Dinge die kein Mensch braucht und die dem “Kunden” der Stadtverwaltung, dem Bürger, nichts nutzen. Das nennt man üblicherweise Geldverschwendung.

Man kann ja ein Fahrrad-Parkhaus einrichten, aber nicht bevor es einen Bus-Bahnhof gibt. Es müssen die Dinge zuerst gemacht werden, die den größten Nutzen pro Aufwandseinheit bringen. Es wird immer von Vernetzung geredet, aber es gibt außer der S-Bahn keine Öffis (Busse oder U-Bahn), die von Frankfurt bis Eschborn zu den massenhaften Büros durchfahren. Das bedeutet, dass es von Frankfurt viel länger als nötig dauert. Und es passiert seit Jahrzehnten: nichts. Dafür wurde das Hobby-Projekt U9 in Betrieb genommen, eine Linie, wo nie jemand in der Bahn sitzt. Was ja im Grunde auch vorher schon angeblichen Profis hätte klar sein müssen, denn wer will schon von Ginnheim nach Nieder-Eschbach fahren. Und genau da kommt das Pet Project wieder ins Spiel, denn da ist Sinn und Nutzen nicht relevant.

Eine Drucker brauche ich eigentlich nur noch, um Paket-Etiketten für eBay-Verkäufe, Bahn-/Buskarten (teilweise funktioniert das noch nicht bequem in Apps, teilweise schon) und Konzert-Karten (die wollen sie immer ausgedruckt haben). Also alles Zeug, wo ich nur per Zeichenfolge, in einem Code maschinenlesbar gespeichert, nachweise, dass ich online etwas gekauft habe. Beim Paket macht das ja Sinn, weil es keinen Smartphone-Bildschirm außen eingebaut hat. Bei allem anderen ist es unnötig und altmodisch.

Im Moment verwenden die Engländer noch “Kontinent” und “Europa” analog und meinen alles jenseits des Kanals. Vielleicht gibts ja bald im englischen Norden eine Land-Grenze zu Europa.

Seit einigen Jahren erlebt die muskelbetriebene Fortbewegung eine Renaissance. Vielleicht fangen die Leute bald auch wieder an, Tiere wie Hühner, Schafe oder Ziegen zu halten. Das wär doch mal was.

Die Engländer

Egal was die Engländer jetzt wann machen, es ist bereits Schaden entstanden. Ich selbst habe bereits am Tag nach deren Referendum die erste Änderung bei mir gehabt. Eigentlich wollte ich zum Trockner bei Amazon.de eine Garantie-Verlängerung dazu kaufen. Das Problem ist, dass deren offizielle Garantie von einer Firma in Staines bei Heathrow bereitgestellt wird. Wenn der Garantie-Fall eintritt, ist vielleicht England nicht mehr in der EU. Bei sowas will ich mich natürlich nicht mit irgendwelchen Drittländern und unklarer Rechtslage herumschlagen. Also habe ich den Bosch-Trockner ohne die Versicherung gekauft.

Wenn in Zukunft eine außereuropäische Firma einen Europa-Standort sucht, wird England bestimmt nicht mehr sehr gefragt sein. Selbst wenn die sich es doch nochmal überlegen ist die Wahl riskant. Und die, die das schon gemacht haben oder irgendwelche EU-Abteilungen dort haben, können jetzt Pläne schmieden, wie sie die Arbeit in die nicht-englische EU verlagern. Hat man ja schon von Banken gehört. Das kostet Zeit und Geld. Und wenn der Prozess erstmal in Gang ist, wird es so schnell auch nicht mehr geändert. Sicherlich wird auch niemand mehr ein Europa-Werk in England/Wales aufmachen wollen, sondern das gleich in die EU legen. Schließlich soll dadurch ja gerade der große EU-Markt von innen bedient werden und das geht eben nicht so gut von außerhalb, auch wenn der Weg kurz ist.

 

Derzeit arbeiten etwa 1% aller US-Amerikaner als LKW-Fahrer (gesehen im Otto-Video). In Deutschland ist das ähnlich. Wenn die Fahrzeuge irgendwann alleine fahren können, sind LKW-Fahrer die neuen Weber.

Das ist einfach seltsam. Erst denken die deutschen Autohersteller, das Elektro-Autos mickrige unporno Autos (wie der i3) sein müssen. Dann kommt Tesla und bringt eine große Limousine, aber mit im Vergleich zu SUVs deutlich weniger Luftwiderstand. Und anstatt dass die großen Deutschen einen Schrägheck wie den A7 für Elektro anpeilen, will Mercedes (heise Autos) und Audi (n-tv) jeweils ein Elektro-SUV bringen. Ich weiß auch warum. Dort werden viel höhere Preise erreicht. Nur eben keine Masse. Es wird aber irgendjemand die Masse bedienen. Das ist dann eben eine andere Firma, die nicht nur fixiert auf teuer und Dienstwagen ist.

Im Moment läuft bei SpOn Werbung für den Golf-SUV Seat Ateca und wie toll es doch ist, den Kofferraum per Fußbewegung zu öffnen. Typisch VW: irgendwelche Späßchen verkaufen, anstatt echte große Innovation im Bereich Antrieb, Strom-Tankstellen und Vernetzung (“Digitalisierung” wie die digitalen Einwanderer gerne dazu sagen).

EngWaExit

Schnell meine Meinung, was nach dem England-Wales-Exit passiert:

  • Großbritannien ist vorbei. Es wird vermutlich wieder das Kingdom of England (England plus Wales) werden, was es wohl bereits einige Jahrhunderte lang bis 1707 gab. Sie müssen sich eine neue Flagge zulegen, der Union Jack in der jetzigen Form ist ja eine Kombination von England, Schottland, Irland (Wiki de). Sie brauchen also jetzt überall also nur noch die englische Flagge, beim Geburtstag der Königin oder auch in der australischen. Das wollen sich die Aussies bestimmt nicht antun und werden bei der Gelegenheit sicherlich eine neue komplett andere Flagge nehmen. Ist schon interessant, dass die Meinung von den abgehängten Bürgern Englands für die australische Flagge ausschlaggebend ist.

    Und auch die Kiwis können schon 3 Monate nach ihrer Flaggen-Abstimmung (Wiki en) direkt die nächste vorbereiten.
  • Schottland wird unabhängig. Da war richtig viel positive Stimmung in der Luft, als es vor zwei Jahren schonmal um die Unabhängigkeit ging, ich war kurz vor der Wahl da.
  • An Unabhängigkeit dachte ich auch bei Nordirland, nachdem ich in Paris beim Deutschland-Spiel gesehen hatte und dass die Leute viel irischer sind, als ich dachte. Aber anscheinend gehts ja um eine Wiedervereinigung mit dem Rest der Insel, was eigentlich auch zu meiner Beobachtung passt.
  • Die Engländer werden auch weiterhin wenn dann vor allem für günstigen Alkohol auf den “Kontinent” fahren. Aber sie werden weiterhin denken, dass sie die großartigsten sind, egal wie es in Wahrheit ist.
  • In den letzten Jahren wollten die EngWalser vor allem in der EU sein, um Entscheidungen zu blockieren. Jetzt wird sich niemand mehr für deren Meinung interessieren.
  • Ich persönlich finde kurzfristig vor allem schade, dass meine 3,5 deutschen Aktien jetzt weniger wert sind. Und mittelfristig, dass das EU-Roaming, was nächstes Jahr endlich kostenlos wird, vermutlich bald nicht mehr in EngWa gilt, sondern der Schweiz-Wucher-Tarif. Von dem haben ja die Mobilfunker vor ein paar Jahren immer betont, dass das Ergebnis von funktionierendem Wettbewerb ist. Ja ist klar.
  • Es hat sich erledigt, dass die besonders US-amerikanischen Firmen, die ihr EU-Geschäft aus praktischen Gründen von England aus betreiben. Bleibt noch Irland (dann aber nicht aus steuerlichen Gründen) oder gleich Berlin, was ja mittlerweile sehr international ist und auch Teil der größten Sprachgruppe in der EU.
  • Die nicht-londoner Engländer haben abgestimmt für alte Größe und bekommen genau das Gegenteil davon. Sie werden es in einigen Jahren sicherlich nicht sehen (wollen).
  • Was für mich auch noch schade sein wird, dass dann Internet-Bestellungen (ich kaufe von dort manchmal englische Produkte oder US-Bücher) durch den Zoll müssen. Das nervt, weil dauert in Frankfurt oft lange und kostet potentiell Geld. Aber hier wird Schottland aushelfen.

So langsam kommt VW zur Vernunft. Heute haben sie den Dieselmotor insgesamt in Frage gestellt. Benz hat hingegen noch vor ein paar Monaten behauptet, dass Diesel die einzige Möglichkeit ist, CO2 zu reduzieren. Zur Erinnerung: Diesel-Motoren sind kompliziertere Technik als Benziner, daher schwerer und teurer in der Produktion. Sie sind viel dreckiger und wenn man die CO2/km vergleich anstatt L/km (was Quatsch ist aber durch die Steuersubventionen auf Diesel interessiert), sind sie kaum schlechter als Benziner. Diesel enthält 15% mehr Energie und müsste folglich genausoviel mehr kosten als Benzin und nicht billiger sein. Das hat aber die Politik vermasselt. Ich hoffe beide Hersteller kommen dann auch zur Einsicht, dass nicht Benzin die Alternative ist, sondern Voll-Elektro. Zur Info an die Anzüge: das Thema Hybrid ist durch. Damit seid ihr 10 Jahre zur spät.

Agil und VW?

So, und wenn jetzt VW noch ihren gesamten Management-Moloch über Bord wirft, agil wird und den organisatorischen Blättern (normale Mitarbeiter) mehr Verantwortung und Entscheidungsbefugnis gibt, dann wären sie auf dem richtigen Weg. Es ist normalerweise ja so, dass das Management sich nicht gerne selbst abschafft, auch wenn es sinnvoll wäre. Aber das große Ereignis (in der US-Politik ein catalyzing event) Abgas ist ja passiert. Sowas macht Veränderung möglich. Eigentlich gibt es ziemlich viele weitere Management-Versagens-Ereignisse bei VW: selbstfahrende Autos, Batterie-Technologie, E-Antrieb, Lösung für das E-Tank-Problem (siehe Supercharger), Internet, Mobilität als Dienstleistung.

Überlebenskampf der Dinosaurier

Ich sage es schon seit einiger Zeit und hatte natürlich Recht behalten. Heute hat der VW-Oberindiander effektiv gesagt (Finanzen.net), dass alles was die Firma und vor allem das Management geglaubt, gelebt und von Mitarbeitern erwartet haben, falsch war. Er selbst auch. Vor einem Jahr hat er nämlich auch noch artig den ganzen Quatsch verzapft, der er in diesem fehlerhaften System erwartet wurde. Die Fossile unternehmen einen letzten Versuch, ihre eigene Hintern auf den Stühlen zu retten.

Amazon Nicht-Prime

Habe gerade mal Amazon.de geschrieben. Es ist mir unerklärlich, warum die mitten im Jahr erst nach 48-72 Stunden versenden.

Amazon versucht Prime mit viel Druck durchboxen. Das wird in Deutschland nach meinem Verdacht damit erkauft, dass Nicht-Prime-Bestellungen grundlos künstlich verspätet verschickt werden, um einen Unterschied zur Übernacht-Lieferung für Mitglieder zu zeigen. (In den USA mit Super Saver Shiping brauchen die kostenfreien Sendungen tatsächlich mehrere Tage im LKW. In Deutschland ist jedoch Paketversand in der Regel über Nacht und daher ohne Differenzierung, deswegen wohl die künstliche Verzögerung.)

Ich selbst schätze es aber, im Internet bei unterschiedlichen Quellen einzukaufen und will mich daher nicht an Prime binden. Ich versuche mittlerweile bei vergleichbaren Preisen über eBay oder andere Shops zu kaufen, die versenden nämlich schneller.

Das nur zur Information, falls es irgendwen interessiert.

Hoffnungslose Diesel-Lügen-Vertuscher [Nachtrag]

Diese Auto-Fossile (wie z.B. der Opel-Chef bei Spiegel online) sind einfach komplett besessen. Besessen davon, dass sie sich selbst belügen und das auch weiter tun wollen, weil sie sich dann selbst eingestehen müssten, dass die ganze Diesel-Arbeit für die Füße war. Fakt ist, dass sie das war. Egal wie sehr man an eigene Lügen glaubt. Der Diesel im PKW ist tot! Und das ist richtig so. Das ist wie wenn sich kleine Kinder die Augen zuhalten und ganz fest hoffen, dass das vor den Augen dann weg ist.

Das Interessante ist ja, dass der Chef nicht sagt, dass die Abschalteinrichtung anders funktioniert als sie von den Externen gemessen wurde. Er sagt nur, dass die nicht illegal ist. Alleine solch ein Geeiere ist schon lächerlich an sich. Da können sie sich ein Beispiel nehmen an der Commerzbank, die gerade gesagt hat, dass sie die Cum/Cum-Geschäfte für legal halten, aber trotzdem einstellen werden, weil die Öffentlichkeit sie für inakzeptabel hält.

Letztens hat Mercedes noch gesagt, dass sie denken, dass die einzige Möglichkeit für wenig CO2 aus dem Straßenverkehr der Diesel-Motor ist. Was ist mit Elektro, ihr Gurken? Ihr Gurken! Wenn Elon euch in diesem Geisteszustand ordentlich Markt abnimmt, dann ist Schadenfreude das richtige Gefühl.

Wenn die deutsche Auto-Industrie überleben will, muss genau das passieren, was im Scrum-Buch beschrieben wird, wie Toyota das NUMMI-Werk in Fremont/CA (wo lustigerweise heute Tesla produziert) auf die Reihe bekommen hat: das ganze Management wurde entsorgt und mit den restlichen Mitarbeitern ein für unmöglich gehaltener Neustart hingelegt. Mich regt immer enorm auf, wenn irgendwelche Bewahrer alles zementieren wollen, ja nicht sich selbst den etablierten veralteten Markt zerstören und sich vermutlich auch noch gut dabei fühlen. Die brauchen dann immer einen Visionär, der alleine den Markt umkrempeln würde, so dass sie plötzlich Stress bekommen und ihren mentalen Speck langsam in Bewegung setzen (disruptive innovation bei Wiki en).

NACHTRAG: Fakt ist, dass der Diesel-Motor im PKW schon immer eine schlechte Idee war. Im Vergleich zum Benziner ist er schwerer, teurer, komplizierter und schmutziger. Und wären diese Steueranreize und Subventionen nicht (für die wohl die Fernfahr-Industrie verantwortlich ist), dann hätte es diese Diesel-Verbreitung nicht gegeben, so wie in den USA oder Japan auch nicht. Wir erinnern uns mal an die Feinstaub-Plakette, das war kein Thema für Benziner. Mein 95er-Mondeo (Benziner natürlich) hat eine grüne Plakette bekommen. Der 4 Jahre alte Golf TDI nur, weil VW beschissen hat.

Auch noch zur Erinnerung, Diesel hat etwa 15% mehr Energiegehalt. Um die Verbräuche zu vergleichen, muss das herausgerechnet werden. Oder man vergleicht einfach die CO2-Werte. Und da ist der Diesel einfach nicht nennenswert besser. Punkt. Jetzt haben die Firmen halt Angst um ihre Investitionen in die falsche Technik. Tja. Kann man nix machen. Sunk costs are sunk (Wiki en).

NACHTRAG 2: Und ganz generell bietet sich der Vergleich zur Finanzindustrie und dem letzten großen Crash an. Da waren auch Firmen, die alle wussten, dass das Ding früher oder später explodieren würde. Trotzdem haben sie das alle fröhlich ignoriert und sich gut bezahlen lassen dafür. Dann nach der Explosion musste der Staat aushelfen, weil Management-Fehlentscheidungen und falsche Mitarbeiter-Geldanreize gesetzt wurden. Die Frage ist, ob als nächstes der Staat (auf Lobbyisten-Jammern hin) entscheidet, dass die Auto-Industrie systemkritisch ist und daher mit Milliarden-Bürgschaften die Elektro-Nö-Danke-Fehlentscheidung zu beheben versucht werden soll? Die Explosion ist jedenfalls gerade im Gang.

Der Golf sollte schon längst einen Schrieb für den Werkstatt-Besuch bekommen haben. Ist aber nicht passiert. Ich weiß auch warum. Weil es unmöglich ist zu reparieren, was sie behaupten. Sonst hätten sie das direkt ab Werk so gemacht.

Was ist eigentlich aus den Eis-Bieren geworden? Ich mochte das um die Jahrtausendwende als nettes Marketing-Produkt ganz gerne.

E-Autos, wenn keiner laden kann [Nachtrag]

Ey Bundesregierung mit den großen E-Auto-Plänen: im Moment kommen nur Menschen als Käufer in Frage, die auf ihrem eigenen Grundstück einen Parkplatz haben und dort eine fette Stromleitung hinlegen können. Keine Ahnung, wie viele das sind. Aber garantiert nur ein Bruchteil der Haushalte mit Auto. Also solltet ihr, bevor da irgendwelche Ziel-Werte oder Subventionen gestartet werden, eine Sache klären:

  1. Wie sollen Leute ihre Autos parken, die nur auf der öffentlichen Straße vor dem Mehrfamilienhaus stehen? (so wie bei mir)
  2. Macht zusätzlich ein Gesetz, was auf Belieben der Bewohner mit Tiefgarage oder Parkplatz auf privatem Gelände den Vermieter zwingt dort einen brauchbaren Strom-Anschluss hinzulegen. Denn wenn der Typ keine Lust auf diesen neumodischen Quatsch hat (“das mit dem Öl haben wir doch immer schon so gemacht, also ist das gut”), dann hat sich das für diesen Mieter schon erledigt.

Wenn es eine Sache gibt, auf die ich so richtig keine Lust mehr habe (die sich wahrscheinlich leider nicht vermeiden lassen wird), dann ist es jemals wieder ein Fahrzeug mit Erdöl-Antrieb kaufen zu müssen. Ich bin nicht so der Typ für Sachen, die einfach durch sind.

NACHTRAG: Das bedeutet also, dass die Elektro-Subvention zum großen Teil nur von Leuten abgegriffen werden kann, die sowieso genug haben, wenn sie ein eigenes Haus bewohnen.

Stau: Ursachen und Auswirkung auf die Wirtschaft

Der Stau auf den Straßen (morgens auf der A66 stadteinwärts gerne 30-60 Minuten zusätzlich) nach und von Frankfurt wirkt wie eine Ineffizienz-Steuer auf viele Arbeiten. Wenn der Handwerker länger im Stau steht, muss er höhere Anfahrten kassieren, die der Kunde am Ende zahlt. Die Paketdienste können weniger Pakete ausliefern usw. Außerdem verhindert es oder macht es teurer, dass Firmen von außerhalb in Frankfurt ihre Leistungen anbieten können. Das heißt, dass der ineffiziente Versuch der Stadt durch zu wenig Kapazität des Straßensystems die Leute auf Öffis und Fahrräder zu bringen gleichbedeutend ist mit Protektionismus ist und dadurch eine Ursache für die teuren Preise in der Stadt.

Die Stadt hat z.B. die Miquelallee von 6 auf 4 Spuren verkleinert und jetzt ist da immer Stau. Es wird also ganz offensichtlich gerne in Kauf genommen (ich glaube sogar, dass es beabsichtigt ist), dass die Leute länger für die Wege brauchen, damit der motorisierte Individualverkehr unattraktiver wird. Das ist allerdings exakt das was für die Handwerker und deren Kunden ein Problem darstellt. Sinnvoll wäre es, das Autofahren generell für Private und vor allem auch für privat genutzte Dienstwagen zu verteuern (kann wahrscheinlich nur der Bund und dort haben die Automobil-Lobbyisten ein Vetorecht), so dass sich das nicht mehr jeder leisten kann oder will. Nur das geht auch wieder politisch nicht. Vielleicht sollte man Autolizenzen verlosen, womit das nicht vom Reichtum des Interessenten abhängt. Geht natürlich auch nicht. Also irgendeinen Tot muss man sterben, wenn die Anzahl Fahrzeuge reduziert werden sollen. Stau sollte nicht ernsthaft dazugehören.

Die Stadt müsste sich also irgendwelche Maßnahmen ausdenken, die wirksam nur die Leute treffen, die sie tatsächlich treffen wollen (einzelne Leute, die nur sich selbst transportieren) und nicht nicht-privat-nutzbare Firmenfahrzeuge als Kollateralschaden erwischen. Das sind allerdings Maßnahmen, die nicht in ihre Zuständigkeit fallen oder die politisch nicht durchsetzbar wären (z. B. eine Stadt-Maut). Und daher hat man nun diese ineffiziente schlechte Situation. Man sieht daran auch, das der gewöhnliche Autofahrer ein schmerzunempfindliches dummes Tier ist.

Darstellungsgröße auf Bildschirmen

Es ist selten, dass mich Dinge aggressiv machen. Aber die große Darstellungsgröße von “modernen” Webseiten oder auf dem großen iPad Pro ist sowas von schlecht. Ich frage mich, was in den Köpfen dieser Menschen vorgeht, die das entscheiden.

Bei normalen Computern ist es so: Man steckt einen größeren Bildschirm an und alle Elemente haben weiterhin dieselbe Größe (in Pixeln). D.h. wenn man 30% mehr Pixel ansteckt, sieht man genau 30% mehr. (Ggf. wenn man hochskaliert sind das “virtuelle Pixel”, aber das Prinzip bleibt gleich.) Das ist ja auch richtig so. Wenn der Bildschirmabstand gleich bleibt, haben die Objekte bei gleicher PPI (ggf. virtueller) dieselbe Größe in Zentimeter.

So und jetzt kommt die moderne Theorie. Der Bildschirm ist größer und die Elemente werden plötzlich größer (z.B. beim Wechsel vom normalen auf das große iPad). Warum? Meine Sehkraft hat sich nicht verschlechtert und der Abstand ist weiterhin gleich. Trotzdem werden die Objekte (z.B. App-Icons) oder die Abstände (z.B. in der Kontakte-App) größer. Ich kaufe mir einen größeren Bildschirm, weil ich mehr sehen will und nicht dasselbe größer. Wie kann man überhaupt diese kranke Idee haben?! Das Zeug muss dieselbe Größe in cm haben! Wer damit ein Problem hat, soll zum Optiker gehen oder die Skalierung hochstellen. Aber deswegen für alle standardmäßig die Blindfisch-Option anzuschalten ist sowas von daneben.

Von Android-Entwicklung habe ich mitbekommen, dass dort gerne die Bildschirm-Aufteilung in Prozenten passiert. Das kann doch nicht wahr sein! Die Breite eines Menüs hängt also von der Bildschirm-Größe ab? Das kann doch nicht wahr sein. Das muss eine in cm fixe Breite haben und wenn der Bildschirm größer ist, dann ist da halt der Hintergrund zu sehen und nicht das Menü. Das ist anscheinend auch auf dem iPhone Plus bei der eBay-App so. Da wird dann der Bildschirm bis ca. 90% mit Menü gefüllt, die Hälfte davon ist weiß. 90% auf einem iPhone 5 mag ja passen. Und die Anzahl virtuelle Pixel müssen es dann auch auf dem Plus sein und nicht fast doppelt so viel.

Auch bei Webseiten werden die Bilder (oder sinnlose Icons) und Schriftgrößen immer größer. Das kommt mir langsam vor wie das alte Nokia-Menü, eine Option pro Seite. Ich will aber einen möglichst großen Überblick haben (hohe Informationsdichte) und nicht übernatürlich große Fotos von Sachen sehen. Ich hoffe, dass der Trend bald wieder weg von diesem Unsinn geht und die Designer nur noch Dinge verschönern, aber nicht mehr zu viel zu sagen haben und alle Funktion dem clean design unterordnen. Und auch diese behinderte Hamburger-Menü auf großen Bildschirmen soll wieder verschwinden.

Firmen-Ineffizienz in der Personalabteilung

Diese ineffizienten (bzw. arroganten) Firmen. Im Xing-Newsletter gab es einen Artikel verlinkt, warum sich ein Personaler nicht auf eine Bewerbung meldet. Da muss man sich fragen, was eigentlich eine nicht ganz perfekte Bewerbung aussagt. Sie sagt aus, dass man ungeeignet ist, ein professioneller Bewerbungsschreiber zu werden. In den meisten Fällen hingegen sagen die genannten Fehler nicht viel über die tatsächliche Qualifikation für die ausgeschriebene Stelle aus.

Trotzdem packt der Personaler die Bewerbungen in den Müll. Dann beschwert er sich wahrscheinlich, dass es zwar massenhaft, aber keine geeigneten Bewerber gibt. Als nächstes schaltet er vielleicht einen Personal-Dienstleister ein, der genau dieselben Leute mit schlechten Bewerbungen erst zu sich einlädt, die Bewerbungsunterlagen auf Vordermann bringt und sie dann für teures Geld der Firma anbietet.

 

Mit dem Facelift-Model-S ist etwas gelungen, was bisher noch keiner geschafft hat: Das Design ohne angedeuteten Kühlergrill ist besser, als das mit.

Das gibts selten, eine Band (Wiki The Mountain Goats), die es schon etwa 25 Jahre gibt und die sich in den letzten 10 Jahren kontinuierlich von nicht messbar bis Album-Chart-Spitzenplatz 65 hochgearbeitet haben. Anscheinend waren sie der Zeit um Jahrzehnte voraus. Ich kenne von denen allerdings nur das Lied “This Year”.

Ich habe ernsthafte Scherzen damit, nochmal ein Fahrzeug mit Fossil-Antrieb zu kaufen. Das Thema ist eigentlich für mich durch.

Ineffiziente Beförderung

Dieser ganze Abgas-Skandal ist für mich ein Symbol dafür, wie und welche Leute oft in Firmen befördert werden. Da wird anders als bei normalen Mitarbeitern nicht gemessen, wie gut die sind. Das ist sehr schwer und den anderen Führungskräften nahezu egal. Sie wollen jemanden, der zu ihnen passt, das absolut ineffiziente Beförderungssystem verstanden hat und nicht unbequem wird. Stille gute Leute bleiben Spezialisten, Leute die das Gelaber mit den passenden Leuten zur rechten Zeit drauf haben, kommen weiter.

Das Gleiche mit den Geldern, die sich da teilweise genehmigt werden oder Boni als Fixum missverstanden werden. Das ist auch ein Ergebnis dieser von vorne bis hinten ineffizienten Mentalität.

Das sind Pfeifen, Skoda schreibt im Konfigurator eine Sprit-Kosten-Prognose:

Kraftstoffpreis von 1.55 EUR/Abrechnungseinheit
Ist die Abrechnungseinheit gleich Liter oder was? Ist mir aufgefallen, weil ich mal den Preisunterschied Deutschland/Tschechien des Superb herausfinden wollte. Bei den einfacheren Ausführungen, die ich verglichen habe, ist Deutschland etwa 10% teurer. Bei besseren Ausstattungen auch noch mehr.

Wie schlecht ist Facebook eigentlich, dass deren App noch nicht für das große iPad Pro angepasst wurde?

Der Deutsche-Bank-Volkswirt sagt in der FAZ, dass die Flüchtlinge gut für Deutschland sind. Entweder das stimmt nicht oder die Politik müsste organisieren, dass immer viele Leute kommen können, auch ohne Asyl. Es kann ja nicht sein, dass die Entwicklung des Landes besonders dann gut läuft, wenn besonders viele Bürgerkriege in der Umgebung sind. Logisch bedeutet seine Aussage aus seiner Sicht, dass die Politik schlecht ist.

Interessant: Dirk Nowitzkis persönlicher Trainer Holger Geschwindner ist in Bad Nauheim geboren und hat schon beim MTV Gießen (heute 46ers) gespielt, als die Bundesliga 1966 gegründet wurde. Und die ersten beiden Jahre ist er mit ihnen gleich beide Male Meister geworden.

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